Dienstag, 25. Oktober 2016

Personal Backtraining auf Schloss Plars in Südtirol

Heute möchte ich euch von einer phänomenalen Idee berichten, die eine backbegeisterte Schlossherrin aus Italien hatte.
Aber Moment, was hab ich denn mit einer italienischen Schlossherrin zu tun? Nun, das kam so:

Bereits vor einigen Monaten erreichte mich eine Email von Irene, der Hotelbesitzerin des Schloss Plars in Südtirol. Sie schrieb, dass sie sehr gerne und viel bäckt und sich gerne in einem Personal Backtraining bei mir weiterbilden möchte. Da sie aber nunmal ein kleines Boutiquehotel in Algund bei Meran ihr Eigen nennt, hat sie verständlicherweise nicht wirklich Zeit, um für solch einen Kurs nach München zu fahren. Deshalb fragte sie, ob ich nicht Lust hätte, einige Tage auf Schloss Plars Urlaub zu machen und im Gegenzug einen 2-Tageskurs für sie und ihre Schwägerin Martina abzuhalten.
Nachdem ich mir daraufhin kurz Homepage von Schloss Plars angesehen hatte, war ich sofort Feuer und Flamme für diese Idee. :)

Das Schloss Plars ist ein kleines Hotel mit 8 Zimmern und 4 Suiten mit Blick über Meran und die Südtiroler Berge. Zum Schloss gehören das hauseigene Weingut, ein Infinity-Pool mit Weitblick und, ohne Witz, eines der besten Frühstücke, die ich jemals in einem Hotel erleben durfte (ich habe schon einige Hotelfrühstücke getestet und bin ja selbst auch gelernte Hotelfachfrau). Obendrauf gibt es nachmittags auch noch eine Kaffee/Tee-Kuchenstunde, wo man täglich die neuesten Kuchenkreationen der Hausherrin testen kann. Auch beim erwähnten Frühstück (nomnomnom <3) gibt es immer viele verschiedene hausgemachte Kuchen oder auch mal einen Crumble, Cremedesserts wie Pana Cotta, deftige Leckereien, selbstgemachte Aufstriche und, und, und... Für jemanden wie mich, die viel Wert auf ein gutes Frühstück legt und die Qualität von hausgemachten Speisen schätzt, ist das schon wirklich nah an perfekter Hotelverpflegung. 

Hier der Ausblick von der Terasse mit Blick auf Algund und Meran. Traumhaft schön, oder?


Das Frühstück am 1. Tag. Das ist wohlgemerkt nur der Kuchenteil des Frühstücksbuffets, das ganze Frückstücksbuffet ist insgesamt ca 4x so groß. In die Buchteln mit Vanillesauce, links im Bild, hätte ich mich direkt reinlegen können. <3


Das süße Frühstück am 4. Tag.


Der hoteleigene Infinity-Pool mit Blick über die ebenfalls hoteleigenen Weinberge.
Leider war eine Woche vor unserem Aufenthalt der Herbst in Südtirol eingekehrt und mit frischen 15 Grad wollte ich dann doch lieber keinen Sprung ins kühle Nass wagen.


Ausblick mit Weitblick


Im Vorfeld schrieben Irene und ich zahllose Mails bzw. telefonierten mehrmals und entschieden uns dann für das folgende Kursprogramm:

- 2-stöckiger Naked Cake mit Swiss Merengue und Kirschkompott
- 2-stöckige Fondanttorte mit Zuckerspitze, Rautendeko, 
Mäusebrautpaar und Wimpelkette
- Zitronen-Cupcakes mit selbstgemachten Lemoncurd
- Erdnuss-Cupcakes mit Salzkaramell

Am Kurstag 1 kochten wir zuallererst ein Kirsch-Zimt-Kompott, während das Kompott dann auskühlte, bereiteten wir gleich noch eine Swiss Merengue zu.


Wie bei all meinen Privat-Kursen hatte ich individuelle Handouts für meine Teilnehmerinnen geschrieben.


Anschließend ging es auch schon an das Füllen unseres Naked Cakes. Um etwas Kurszeit für Lehrreicheres zu sparen hatte ich einen 15cm und einen 20cm Schokokuchen bereits frisch gebacken mitgebracht.

Tadaaa, Füllung geschafft! :)

Für die Umsetzung der Fondanttorte hatte ich zwei Dummies mitgebracht, da es uns hauptsächlich um die Dekoration ging. Beim kleinen Dummy machte ich es vor, beim großen wiederrum durften meine beiden Schülerinnen zeigen, was sie gelernt hatten.


Danach erklärte ich den beiden, wie man Zuckerspitze herstellt...

.....und als Cake-Topper dazu ein kleines Mäusebrautpaar <3 
Dazu bastelten wir noch einige Blümchen aus Blütenpaste, ich zeigte den beiden, wie man eine Rautenstruktur mit Perlen an der Torte anbringt und zuguterletzt stellten wir auch noch eine tolle Wimpelkette aus Spitzenband her. 


Ende Tag 1: Geschafft, aber sehr zufrieden.

An Tag 2 standen dann die Cupcakes auf dem Programm.
Zuerst backten wir also Vanille- und Zitronenmuffins und kochten frisches Lemoncurd.
Dann stellen wir daraus eine Zitronencreme und zusätzlich eine Erdnuss-Karamell-Mascarpone-Creme her. 

Nach dem Auskühlen bekamen die Muffins erstmal eine leckere Erdnussbutter-Füllung.


Als nächstes wurden die Cupcakes dann mit Frosting, Erdnussbutter und Karamell dekoriert.

Eine sehr lustige Geschichte erzählte uns Irene am Morgen des 2. Kurstages:
Am Abend des 1. Tages war sie nochmal kurz in der Küche gewesen und sah, dass die Fondant-Brosche, die wir kurz vorher hergestellt hatten, angeknabbert war. Sie fragte daraufhin ihre 12jährige Tochter, ob sie das war und diese meinte dann: "Ja Mama. Und das war soooooooo lecker!". :D :D


Ende des zweiten Kurstages. Unser Mäusebrautpaar bekam an Tag 2 noch ein Herz aus ihren Schwänzchen, deshalb durften sie gleich nochmal mit auf das Bild.

Tee- (und Wein-)Pause auf unserem Balkon.


Worüber ich mich zum Schluss noch sehr gefreut habe:
An unserem letzten Abend waren wir im Restaurant Miil in Tscherms essen, ca. 20 Minuten von Algund entfernt. Martinas Mann ist dort Küchenchef und sie hatte uns das Restaurant empfohlen.
Und das war wirklich ein toller Tipp, so ein tolles Restaurant und wirklich superlecker! Als wir dann dort ankamen, überreichte uns eine der Mitarbeiterinnen diese Nachricht von Martina, soagr inkl. meinem MyBackkurs-Logo. <3 <3 Vielen Dank nochmal liebe Martina!




Mir hat dieses verlängerte Kurswochenende sehr viel Spaß gemacht und ich bin immernoch ganz hin und weg von Irenes toller Idee.
Den meisten Spaß hatte aber wahrscheinlich mein Mann! Der hatte nämlich mal eben einfach nur so 5 Tage Urlaub und musste fast nichts dafür tun. Außer uns, also meine Kitchenaid und mich, nach Südtirol zu fahren. :D
Den beiden Mädels hat es auch total viel Spaß gemacht. Da es auch noch richtig viele Themen gibt, die die beiden interessieren, obendrein Südtirol im Frühling auch sehr schön sein soll, und das alles einfach eine so geniale Idee war, planen wir jetzt schon unseren nächsten Kurs-Trip nach Meran.

Falls ihr auch mal einen Reise nach Südtirol vorhabt, das Schloss Plars oberhalb von Meran ist wirklich ein tolles Hotel, das ich euch absolut empfehlen kann. Ich habe selten ein Hotel erlebt, das so liebevoll geführt wird und vor allem noch nie eines, das so ein großes und vor allem leckeres Kuchen-Angebot am Nachmittag und zum Frühstück hat. Alleine für die Buchteln mit Aprikosenfüllung und Vanillesauce MUSS ich unbedingt wiederkommen. <3

Dagi <3

Samstag, 15. Oktober 2016

Hochzeits-Cupcake-Turm mit Dripcake

Vor kurzem heiratete eine liebe Freundin von mir und ich durfte die Leckereien für die Hochzeit backen. Das Brautpaar wünschte sich einen Cupcake-Turm mit herbstlichen Cupcakes sowie einen Dripcake für den krönenden Abschluss des Turms.
Nach ein paar Test-Cupcakes entschieden sie sich dann für:

- Chocolocco-Cupcakes
- Kürbiscreme-Cupcakes mit Äpfeln
- Salzkaramell-Cupcakes mit Mascarponecreme

Im Dripcake versteckte sich meine Lieblingsfüllung, die Erdbeer-Mascarpone-Creme, umhüllt mit Swiss Merengue und übergossen mit einem Zartbitter-Schokoladen-Guss.

Wenn du übrigens selbst gerne lernen möchtest, wie man so hübsche Cupcakes oder Dripcakes herstellt, schau einfach auf meiner Seite www.mybackkurs.de vorbei. 
Dort findest du laufend neue Kursangebote für Cupcakes, Dripcakes, Fondanttorten, Zuckerrosen und vieles mehr...











 

Als die Braut das Buffet sah, sagte sie zu mir, "das ist GENAU das, was ich mir vorgestellt hatte!"
<3 <3 Danke liebe Sylvie, das ist wirklich das schönste Lob für mich. :*
 Liebe Sylvie, lieber Michael, ich wünsche euch alles Liebe zur Hochzeit und ganz viel Glück in eurem Eheleben.

Gefeiert wurde übrigens im Lola Montez Haus, direkt am Isarhochufer in München-Harlaching. Eine absolut zuckersüße kleine Location mit einem tollem Flair.

Ich liebe es, für Hochzeiten zu backen und freue mich jetzt schon, dass diesen Monat noch zwei weitere Hochzeiten von lieben Freunden kommen.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Las Vegas Sweet Table

Vor zwei Wochen war es ja mal wieder soweit und ich habe euch meinen „Alm-Rausch“ Oktoberfest Sweet Table präsentiert, höchste Zeit also für den nächsten großen Sweet Table. ;)

Ende August feierten liebe Freunde von mir ihre Hochzeit nach. Nach? Nun ja, die eigentliche Zeremonie fand schon 2015 in Las Vegas statt, die Party dann aber diesen Sommer. Was lag also näher als ein Las Vegas Sweet Table, als die beiden mich fragten, ob ich nicht etwas für ihre Feier backen möchte? Ich bin übrigens auf dieses Buffet ganz besonders stolz und muss sagen, mir gefällt dieser zauberhafte Tisch im Gesamten am besten von allen Sweet Tables, die ich bisher gebacken und dekoriert habe.

Zu Naschen gab es dieses Mal die folgende Leckereien:


- 3-stöckiger Naked Cake aus Wiener Masse-Biskuit

mit Himbeerkompott und Swiss Merengue

- Erdnuss-Salzkaramell-Cupcakes

- Kokos-Zitrone-Cupcakes

- Strawberry Cheesecake Pops

- Macadamia Cookies mit weißer Schokolade


Ein ganz großes Dankeschön geht an meinen Mann Jens, der mir nicht nur bei Transport geholfen hat und mit seinen gestalterischen Kenntnissen eine große Hilfe beim Arrangement und der Dekoration des Tisches war, er hat auch alle grafischen Arbeiten für diesen Tisch erstellt. Dank seiner Hilfe konnte ich „Viva Las Vegas“-Cupcaketopper basteln, außerdem auch die „Jackpot“-Wimpelkette, die Spielkarten-Torten-Wimpelkette, die Schildchen und vor allem große Las Vegas-Schild im Hintergrund. Ja, auch das Schild ist komplett selbst gebastelt, dazu weiter unten noch mehr.



 Strawberry Cheesecake Pops


Salzkaramell-Erdnuss-Cupakes mit Cookies


Dieses Thema eignet sich übrigens extrem gut für einen Sweet Table, da man ziemlich leicht zum Thema passende Dekoration organisieren kann. Für die Grunddeko kaufte ich zunächst eine schwarze Tischdecke und gleich noch einen schwarzen Pailettenvorhang für den Hintergrund dazu. Als Dekorationselemente organisierte ich Spielkarten (das Kartenhaus ist übrigens mit Tesa geklebt ;), Jetons und Würfel.



Das absolute Deko-Highlight war aber das, tatsächlich komplett selbst gebastelte, Las Vegas Schild mit blinkender Lichterkette. Dafür ließ mein Mann (der ja praktischerweise Grafiker ist) das berühmte Las Vegas-Ortschild als Poster drucken, ich schnitt das Ganze dann aus. Für mehr Stabilität klebten wir eine Kappaplatte darunter, die ebenfalls in Form geschnitten wurde. Zuguterletzt stanzten wir noch viele kleine Löcher in den Rand, durch die wir schließlich die Lämpchen einer extra gekauften Lichterkette steckten. Wir hatten extra eine Lichterkette mit Lauf- und Blinklicht gekauft und so hing das Schild dann den ganzen Hochzeitstag über dem Buffet und blinkte was das Zeug hielt. Natürlich haben wir  auch an Reservebatterien gedacht ;) aber die brauchten letztlich sogar überhaupt nicht.

Das Schild war eine nicht vorher angekündigte Überraschung für das Brautpaar, worüber sich die Beiden auch sehr gefreut haben. Jetzt haben sie auch noch eine nette Wohnungsdekoration mit Erinnerungsfaktor, die sie immer an ihren wunderschönen Hochzeitstag im Haus am See erinnern wird. <3



Abgerundet wurden die gebackenen Köstlichkeiten mit zugekauften roten und schwarzen Kaubonbons und Whiskey-Honey-Fudge.












So zufrieden ich letztendlich mit diesem Sweet Table war, so unsicher war ich vor dem großen Tag: Ab zwei Wochen vor dem Termin am 27.08.16 studierte ich nämlich immer wieder voller Sorge die Wettervorhersage. Nachdem der sogenannte „Sommer“ dieses Jahr eher ein monatelanger April war, gab das Wetter zum Ende August dann aber tatsächlich nochmal richtig Gas und für das Hochzeitswochenende waren über 30 Grad vorhergesagt. Für die Feier selbst - die in einem Haus in Seeshaupt direkt am Starnberger See stattfand - war das natürlich genial, weil die Gäste so nachmittags immer wieder in den See springen konnte.

Für meinen Tisch aber, mit Cupcakes und Cremetorte, waren die hohen Temperaturen natürlich eher kontraproduktiv, von der 35minütigen Anfahrt aus München ganz zu schweigen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, besorgte ich im Gastro-Großhandel also kurzfristig noch Thermoboxen und Kühlakkus.

Letztendlich lief dann auch alles ideal: Im Haus war es recht kühl und die Thermoboxen hielten tatsächlich sogar SO kühl, dass die Reservecreme selbst am Tag nach der Hochzeit, also nach 24 Stunden immernoch deutlich unter Kühlschranktemperatur hatte.

Falls ihr euch wundert, warum man während einer Hochzeit baden geht: Zum Einen war es eine sehr  lockere Hochzeitsfeier und zum Anderen: Haus am See. 30 Grad. Noch Fragen? ;)


Eine nette Anekdote am Rande habe ich übrigens auch noch für euch:

Da ich mich im Vorfeld nicht entscheiden konnte, ob ich ein langes Sommerkleid oder doch lieber ein kurzes Petticoatkleid anziehen soll, nahm ich kurzerhand einfach beide Kleider mit. Da es eben eine recht unkonventielle Hochzeitsfeier war und ich spontan Lust darauf hatte, beschloss ich am früheren Abend, mit dem Petticoatkleid in den See zu springen. Auch wenn mich ein paar der Gäste wohl für komplett bescheuert hielten und die Mütter nicht wussten, wie sie ihren Kindern erklären sollen, dass normale Menschen nicht mit Kleidung in den See hüpfen sollen - es war ein Riesenspaß und ich würde es jederzeit wieder machen. :D





Vielen Dank an Susi und Ralf für das rauschende Fest und alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft.
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