Montag, 13. Mai 2019

Allianz Arena 3D-Torte mit Berni inkl. Rezept und Tutorial

Mein Neffe Paul hatte letzte Woche Geburtstag und ihr wisst wahrscheinlich schon, was das bedeutet: Die alljährliche 3D-Torte war fälig. YAY!

Paul wurde nun 5 Jahre und hat in den letzten Jahren schon verschiedenste 3D-Torten von mir bekommen:

4. Geburtstag: Müllauto-Torte 

und dieses Jahr? Trommelwirbel...TADAAAA:


5. Geburtstag: Allianz Arena Torte (mit Berni, Pokal und Polizei)
Wundert euch bitte nicht über die '6' auf der Torte, das hat sich der Kleine so gewünscht ;)

Ich finde es übrigens immer wieder extrem spannend, so ein Projekt anzugehen. Wenn man ohne Rezept und ohne Anleitung eine solche Torte bäckt, ist es ja immer ein Experiment. Experimente funktionieren meist, aber manchmal eben auch nicht. Bei meiner Allianz-Arena-Torte ging soweit alles gut. Nur einen Punkt würde ich bei dieser Torte beim nächsten Mal anders machen: Das Loch für das Spielfeld größer schneiden - aber nicht damit ich mehr zum Naschen habe. Wo denkt ihr hin? :P
Durch das ganachieren und eindecken mit Fondant wurde das Loch immer kleiner und passte proportional nun nicht mehr 100%ig. Aber wahrscheinlich bin ich eh die Einzige, der das auffällt. ;)



Wie schon in den letzten 4 Jahren habe ich während der Herstellung viele Fotos gemacht, damit ich ein Tutorial für euch schreiben kann.
Wenn ihr also mit dem Gedanken spielt, mal eine 3D-Torte zu backen, schaut gerne auch in den anderen Beiträgen vorbei, die ich oben verlinkt habe oder lest einfach weiter. :)


Nachdem mein Mann und ich im Sommer 2017 von München nach Wien umgezogen sind, habe ich seit dem 4. Geburtstag etwas erschwerte Bedingungen, da die Torte größenmäßig in meine Thermobox passen und eine 4,5stündige Autofahrt überleben muss.
Pauls ursprünglicher Wunsch zum 5. Geburtstag war eine Rakete, was ich auch wirklich gerne gemacht hätte, aber leider hätte eine Raketentorte nicht in die Box gepasst.

Da Paul aber als kleiner Münchner natürlich FC Bayern Fan ist, war eine Alternative schnell gefunden. Eine Allianz-Arena sollte es sein. Ich: "Prima, dann mache ich eine Allianz Arena und einen Berni". Berni ist das Maskottchen von den Bayern und neben Pooh Bär einer meiner Lieblingsbären. So kam es also dazu, dass ein Berni mit dabei sein sollte, aber wie kamen denn jetzt der Pokal und die Polizei mit ins Spiel fragt ihr euch?


Na ja, das lief in etwa so:
Am nächsten Tag schrieb mir meine Schwägerin, also Pauls Mama: "Dagi, Paul hat sich gestern noch etwas Gedanken gemacht. Er möchte uuuunbedingt, dass der Berni einen Pokal geklaut hat und dafür dann von der Polizei verfolgt wird, die ihn einfangen und ins Gefängnis sperren möchte."
Äääähh ok...Aber klar, Pauls Wunsch war mir natürlich Befehl und ich überlegte wie ich das trotz der knappen Zeit mit einbauen könnte.

Da ich in den Wochen vor dem Geburtstag zeitlich sehr eingespannt war und Paul passenderweise eine Lego-Polizeistation von meinem Mann und mir zum Geburtstag bekam, entschied ich mich dann, das Polizeiauto nicht aus Fondant zu modelieren, sondern eines aus Lego zu nehmen.

Zeitlich war ich wie gesagt eigentlich sowieso ziemlich unter Druck. Am Samstag/Sonntag hatte ich Kurse in Wien, am Montag sollte die Torte gemacht werden und Dienstag Mittag ging es schon los nach München. Das hieß also: 1,5 Tage Zeit für eine Torte, für die ich normalerweise 3 Tage kalkulieren würde und die Kurse wollten natürlich auch noch nach- und vorbereitet werden, da in München am darauffolgenden Wochenden auch gleich noch die nächsten Backkurse anstanden.

Fondant-Berni, Plüsch-Berni und ich. 

Aber was macht man nicht alles für glückliche Kinderaugen und es hat am Ende sogar ganz gut hingehauen alles unter einen Hut zu bekommen. <3


Das Brett als Untergrund für die Torte hatte ich schon rund 3 Wochen vor dem Geburtstag beim Baumarkt besorgt und es mit grauem Fondant und grün gefärbten Kokosflocken dekoriert. Mehr dazu könnt ihr weiter unten lesen. Über die Umsetzung des stehenden bzw. laufenden Berni machte ich mir lange Gedanken. Figuren sind leider nicht mein Spezialgebiet und eine stehende Fondant-Figur hatte ich so vorher noch nie gemacht. Ich entschied mich letztendlich für zwei Schaschlikspieße, die ich in ein vorher gebohrtes Loch auf der Platte steckte und so die ganze Figur darauf aufbaute. Ein Foto von Bernies Beinen findest du etwas weiter unten.

Da ich Sonntag Abend nach dem Kurswochenende nicht auch noch zwei Bleche Kuchen backen wollte, hatte ich das Backen einfach schon ein paar Tage vorher erledigt und die beiden bereits zugeschnittenen Böden eingefroren.
.
So musste ich die Böden Sonntag Abend nur noch auftauen. Montag früh füllte ich die Torte und kühlte sie ein, Montag abends wurde sie dann direkt geschnitzt und auch schon ganachiert und am Dienstag früh schließlich noch mit Fondant eingedeckt und fertig ausdekoriert.


Bei der Fahrt bibberte ich wieder bei jedem stärkeren Bremsen oder bei engeren Kurven, aber wie auch im letzten Jahr überstand die Torte die Fahrt ohne Probleme. In meiner Thermobox -gefüllt mit einigen Kühlakkus- blieb die Torte schön kühl und fest. 

Am Mittwoch wurde auf einem Bauernhof im Münchner Osten, der auf Kindergeburtstage spezialisiert ist, gefeiert. Und was soll ich sagen?

Der Blick von Paul, als er die Torte erstmals vor sich sah, war einfach unbezahlbar. Es gibt ein zuckersüßes Foto von ihm, wie er die Torte anhimmelt, das ich euch leider nicht zeigen kann. Aber er sagte seiner Mama am Abend, dass die Torte "genau so war" wie er sie sich gewünscht hatte.  <3 <3 <3

Ich freue mich jetzt schon auf seinen nächsten Geburtstag und hoffe, dass ich weiter seinen Geschmack so gut treffen werde.

Im Inneren der Torte versteckt sich wie die letzten 3 Jahre ein Vanillasponge, allerdings im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht mit Vanillepuddingcreme und Konfitüre gefüllt, sondern mit Karamellcreme und Snickers-Stückchen. Ich kann ehrlich nicht sagen, welche Füllung mir besser schmeckt, beide sind extrem lecker. 

Wer nun also auch gerne eine Allianz-Arena-Torte backen möchte, bitte einfach weiterlesen: 

Allianz Arena Torte
(Vanillasponge mit Karamellcreme und Snickersstückchen)

Zeitplan:
Vorbereitung ein paar Tage vorher: Kappaplatte zuschneiden, Holzbrett als Cakeboard kaufen, Füßchen anbringen, geg. Figur basteln, Cakeboard dekorieren
Tag 1: Boden backen
Tag 2: Creme zubereiten, Torte füllen, Ganache anrühren
Tag 3: Torte schnitzen, ganachieren, eindecken und dekorieren

Equipment:
Holzplatte 50 x 30 cm vom Baumarkt mit 4 kleinen Füßchen (zum besser hochheben)
Heißklebepistole
Kappaplatte 26cm x 23cm (z.B. von Architektur-bedarf.de)
Lebensmittelkleber
Glätter
Skalpell
Backrahmen
Clay Extruder
kleine Winkelpalette
Flexi Smoother
Standard-Fondant-Bastelwerkzeug
kleiner Ausrollstab, Ausrollbrettchen
großer Ausrollstab, Stärke zum Ausrollen
Palmin soft

Für die Dekoration:
1,4 kg roten Fondant (z.B. Massa Ticino)
ca 700 gr grauer Fondant für die Esplanade
weißer Fondant für das Trikot
ca 200 gr Kokosflocken
grüne Lebensmittelfarbe


Essbarer Rasen aus Kokosflocken

Um den Rasen herzustellen, ein Glas mit 50-100 ml Wasser füllen und mit 2-3 Zahnstocherspitzen grüner Lebensmittelfarbe dunkelgrün färben. Backofen auf 100 Grad OberUnterhitze vorheizen. Kokosflocken in eine Schüssel geben und mit dem grünen Wasser übergießen. Umrühren und die Farbe checken. Falls sie noch nicht intensiv genug ist, noch etwas Farbwasser dazugeben. Auf ein Backblech mit Backpapier geben und verteilen. Im Ofen trocknen lassen, dabei einen Holz-Kochlöffel in die Tür stecken, damit der Wasserdampf entweichen kann. Alle 15 Minuten umrühren, bis die Kokosflocken komplett getrocknet sind. 

Vorbereitung Cake Board

Aus einer Kappaplatte die Umrisse der Arena ausschneiden. Ich habe 30cm Länge und 26,5cm Breite genommen. Danach die Ecken abrunden, dafür einfach z.B. eine kleine Schüssel mit der Öffnung nach unten auf die Ecken setzen und mit dem Skalpell schneiden. Anschließend den „Rasen“ auschneiden, für meine Rasenfläche habe ich 7x 12,6cm kalkuliert. 

1. Test, ob die Platte überhaupt in die Thermobox passt. 
Nix fertig bisher außer dem Pokal. 

Das Innenteil der Kappaplatte aufheben, darauf kommt später noch der Rasen. 
Nun den Kappaplatte-„Ring“ der Arena nehmen und das innere Loch 0,5cm größer schneiden. Das habe ich leider nicht gemacht, weshalb nach dem Ganachieren und Eindecken die Öffnung zu klein für meinen „Rasen“ wurde.




Ich habe zwar die Rasenplatte etwas kleiner geschnitten, damit der Rasen wieder hineinpasst, aber die Proportionen passten anschließend nicht mehr genau. Wenn man das Loch gleich größer schneidet, hat man dieses Problem nicht. ;)

*hüstel* man sollte übrigens am besten die Kappaplatte abrunden, bevor man das Cakeboard eindeckt. Sonst hat man doppelt Arbeit. ;) 


Für die Esplanade den grauen Fondant dünn auf 50x30cm ausrollen. Die Arena-Kappaplatte auf die Holzplatte legen und rundherum dünn mit Lebensmittelkleber einstreichen, wo die Torte später steht, benötigen wir keinen Fondant und damit auch keinen Kleber. Kappaplatte entfernen, den grauen Fondant auflegen und mit dem Glätter andrücken. Falls der Fondant an manchen Ecken nicht reicht, ist das nicht schlimm, das kann später mit Kokos-Rasen ausgeglichen werden. 
Auf Backpapier die Wege der Esplanade aufmalen und ausschneiden. Dieses Backpapier auf den grauen Fondant legen und rundherum den Fondant mit Kleber einstreichen. Die Kokosflocken aufstreuen und leicht festdrücken. Trocknen lassen und anschließend die restlichen Kokosflocken und das Backpapier entfernen. 
Wer möchte, kann noch eine Berni-Figur basteln. Damit mein Berni stehen bzw. laufen kann, habe ich 2 kleine Löcher in die Holzplatte gebohrt, zwei Schaschlikspieße hineingesteckt und darauf die Figur aufgebaut. Zum Modelieren einer Figur benutze ich den Modelierfondant von Saracino, der ist ziemlich gut in der Verarbeitung. 



Für den „Victoria sponge“ 
(Vanille-Rührteig)
2x 400g weiche Butter
2x 400g Zucker
2x 2 Pck. Vanillezucker
2x 1/2 Teel. Salz
2x 8 Eier, M (Zimmertemperatur)
2x 400g Mehl
2x 1 Pck. Backpulver
2x 150 ml Milch

Da die komplette Teigmenge zuviel für eine Runde backen ist, muss dieser Teig auf zweimal angerührt und gebacken werden! Pro Teigmenge werden 400 gr Butter, 400 gr Zucker usw. genommen. 
Einen rechteckigen Backrahmen (30cm x 27cm) auf ein Blech mit Backpapier stellen. Den Ofen auf 180 Grad OberUnterhitze vorheizen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben und je gut verrühren. Falls die Masse gerinnt, 1-2 Essl. des Mehls dazugeben. Wenn alle Eier gut eingerührt sind, 2-3 Minuten weiter auf höchster Stufe schlagen. Mehl und Backpulver vermischen und in 2 Etappen, abwechselnd mit der Milch dazugeben und jeweils kurz verrühren. Den Teig in die Form geben, glatt streichen und 45 Minuten backen. Stäbchentest nicht vergessen. Auskühlen lassen und am besten 1 Tag ruhen lassen, damit sich der Boden besser schneiden lässt.

Für die Karamell-Buttercreme: 
255 gr zimmerwarme Butter
340 gr Puderzucker
190 gr dicke Karamellsauce
1/2 Teel Salz
440 gr Doppelrahmfrischkäse

6 Snickers, klein gehackt

Butter cremig-weiß schlagen, gesiebten Puderzucker dazugeben und aufschlagen. Karamellsauce und Salz dazugeben und aufschlagen. Zum Schluss den Frischkäse kurz unterrühren. 

Für die Ganache:
350 gr Sahne
700 gr Zartbitterschokolade

Schokolade schmelzen und Sahne erhitzen, beides zusammengeben und verrühren. Zum Schluss mit dem Stabmixer homogenisieren. Dieser Schritt ist wichtig, damit man eine seidig glänzende und stückchenfreie Ganache erhält. Auskühlen lassen und bei Raumtemperatur lagern. 

Zusammenbau: 
Die zugeschnittene Kappaplatte auf den ersten Boden legen und rundherum 0,5 cm größer als die Kappaplatte abschneiden, so dass der Kuchen diesselbe Form hat. Mit dem 2. Boden genauso verfahren. Danach beide Böden je einmal waagerecht durchschneiden. 
AUS DAGIs FEHLERN LERNEN:
Der Kuchen muss rundherum ca 0,5 cm größer als die Kappaplatte zugeschnitten werden. Da später die untere Seite noch abgerundet wird, ist sonst die Kappaplatte zu groß. 
Ich hatte das leider nicht bedacht, musste sie dann nochmal verkleinern und damit passte der graue Fondant des Cakeboards nicht mehr. 
Gut, dass ich noch etwas grüne Kokosflocken übrig hatte, und dieses Malheur so bedecken konnte. 

so isses quasi nicht ganz richtig. 
Entweder den Boden größer schneiden oder 
gleich die Kappaplatte kleiner machen. 


Den ersten Boden auf die Kappaplatte legen und mit 1/3 der Karamellcreme bestreichen. Zwei Snickers klein schneiden und auf der Creme verteilen, die Stücke dürfen nicht zu groß sein. Den nächsten Boden auflegen, wieder mit 1/3 der Creme und Stücken von 2 Snickers bestreuen. Mit dem 3. Boden genauso verfahren und mit dem 4. Boden abschließen. Mit etwas Druck den Kuchen nach unten drücken, damit evt. Luftlöcher geschlossen werden. 
Torte mit Folie rundherum verpacken und mindestens 8 Stunden bzw. am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Mein Kuchen wiegt nun mit Füllung knapp 4 kg, mit Ganache und Fondant wird er rund 6kg wiegen. 


Nun kann geschnitzt werden. Dafür am besten ein kleines, scharfes Messer benutzen. Um die typische Allianz Arena Form zu bekommen, zuerst am oberen äußeren Ende alles abrunden. Danach an der Unterseite nach innen abrunden. Zum Schluss noch auf der Oberseite die Fläche nach innen abfallen lassen. Mit dem heruntergeschnittenen Kuchen kann man gleich testen, ob die Füllung denn auch lecker schmeckt. ;) 


Wenn die Torte fertig geschnitzt ist, kann mit dem ganachieren angefangen werden. Ich nehme immer eine kleine Winkelpalette, überprüfe, dass die Ganache schön cremig ist (andernfalls für einige Sekunden in die Mikrowelle stellen und immer wieder umrühren, bis sie cremig ist) und trage Stück für Stück auf. Wenn die Torte einmal rundherum (und innen) mit Ganache eingekleidet ist, kommt die Torte für ca 20 Minuten in den Kühlschrank, damit diese 1. Schicht fest werden kann. Anschließend kommt noch eine 2. Schicht Ganache auf die Torte. Das ist wichtig, damit die Füllung nicht mit dem Fondant in Berührung kommt. Die Füllung hat durch den Frischkäse einen höheren Wasseranteil und der Fondant würde sich bei Berührung mit dem Creme auflösen. 

Die 1. Ganache-Schicht

Die 2. Ganache-Schicht

Zum Schluss kommt ein Flexi Smoother zum Einsatz. Mit diesem wird solange über die Torte gestrichen, bis die Ganache ganz glatt und fest ist. Falls zwischendurch eine Stelle kommt, die unenben ist, noch etwas weiche Ganache auftragen und verteilen. 

Fertig ganachiert


Fertigstellung Torte:
Zuerst machte ich mich an das Innere der Torte. Dafür schnitt ich aus Backpapier Schablonen, um so die richtige Größe zu erhalten. Anschließend rollte ich etwas roten Fondant aus und schnitt ihn mithilfe der Schablone zu. 




Anschließend den restlichen roten Fondant ca 0,4cm dick ausrollen, die ganachierte Torte dünn mit Lebensmittelkleber einstreichen und den Fondant darüber legen. Mit den Händen rundherum vorsichtig andrücken. 



Nun mit einem kleinen scharfen Messer die charakteristischen "Kissen" der Arena einprägen. Dafür zuerst von unten nach oben waagerechte Striche ziehen und anschließend schräge vertikalte Prägungen machen. 

Um ein Trikot in der richtigen Größe zu bekommen, durfte Maskottchen Berni auch noch mithelfen und lieh mir netterweise sein Trikot. Tatsächlich musste ich das Shirt aber etwas schmaler und länger machen, sonst wäre es sehr breit gewesen. Mithilfe der Schablone schnitt ich weißen Fondant aus und dekorierte das Trikot noch mit einem Lebensmittelstift und einer Fondantzahl. 

Außerdem machte ich mit etwas übrigens grauen Fondant mithilfe des Clay Extruder ein gleichmäßiges Band, das ich um die Torte legte. Das ist der Eingangsbereich, in den anschließend aus weißem Fondant noch einige Doppeltüren kamen. 


Mit dem Kühlakkus unter sich und der Thermobox rundherum durfte die Torte dann auf Reisen gehen. 


Wenn du bis hier unten gelesen hast, bist du in der Theorie gewappnet, eine Allianz Arena Torte zu zaubern.
Falls du mit Fondant noch nicht so gut klar kommst bzw. noch gar keine Ahnung hast, freue ich mich, wenn du mich in einem meiner Backkurse in Wien oder München besuchst, mehr Infos dazu gibt es hier: www.mybackkurs.de (München) oder hier: www.mybackkurs.at (Wien)

Viel Spaß beim Nachbacken!

Dagi

Montag, 8. April 2019

Die Pooh-nicorn-Torte mit Regenbogen oder kann man fertig gefüllt und ganachierte Torten eigentlich einfrieren?

Vor wenigen Tagen war es mal wieder soweit,  mein Geburtstag stand an und dieses Jahr wollte ich mir endlich mal wieder eine richtige Torte backen. Im letzten Jahr war mein Geburtstag leider ins Wasser gefallen, da mein Mann und ich nur 3 Tage vorher unsere Superfoodbar grasgrün in Wien eröffnet hatten.

Nun wollte ich anlässlich meines 38. Geburtstag (man wird schließlich nur einmal 38 :D) etwas ganz besonders machen:
Eine 'Pooh-nicorn-Torte' mit Pooh und seinen Freunden als Einhörner und einer Regenbogen-Rutsche.  Um eine ordentliche Rutsch-Unterlage zu bekommen, musste natürlich eine 2stöckige Torte her.

Wem das übrigens zu kindisch für einen 38er ist...man ist doch nur so alt wie man sich fühl und ich fühle mich tatsächlich immernoch nicht älter als 28 5/6. :P

Im Inneren dieser zuckersüßen Einhorn-Regenbogenrutschen-Torte verstecken sich übrigens zwei meiner absoluten Lieblingsfüllungen: Unten ein zarter Biskuit mit meiner unvergleichlichen Himbeer-Mascarpone-Füllung und in der oberen Etage eine ebenso leckere Snickerstorte.




Kann man eine ganachierte Torte eigentlich einfrieren?

Da meine Schwester mit Freund sich für meine Geburtstagswoche als Übernachtungsgäste angekündigt hatten und ich im März jedes Wochenende zwei Backkurse hatte, fragte ich mich, wann ich diese Torte eigentlich machen soll.

Deshalb entschied ich mich für ein Experiment: Zwei Wochen davor backte, füllte und ganachierte ich die beiden Torten. Anschließend packte ich sie mit Folie gut ein und gab sie in den Tiefkühler. Die Figuren, den stehenden Regenbogen und die Wolken bastelte ich eine Woche vorher.
An dem Tag an dem meine Familie ankam, gab ich die beiden Torten direkt vom Tiefkühler in den Kühlschrank und ließ sie so ganz langsam auftauen. Am Abend vor dem Geburtstag deckte ich die beiden Torten noch mit Fondant ein, stapelte sie und formte die Regenbogen-Rutsche. Als Tortenranddeko formte ich einen mehrfarbigen Fondantstrang und kreierte mit dem Clay Extruder mehrfarbige Schnüre.




Also, kann man eine ganachierte Torte nun einfrieren? 
Das fragt ihr euch wahrscheinlich immernoch.
Man kann.
Allerdings kommt es stark auf die Füllung an. Füllungen auf Gelatine-Basis oder auch Marmelade, Ganache, amerikanische Buttercreme oder Swiss Merengue sind normalerweise kein Problem.
Was ich auf keinen Fall empfehlen würde, ist Füllungen auf Stärkebasis einzufrieren, also z.B. Puddingcremes oder Grütze. Durch das Einfriern und Auftauen verliert die Stärke -Achtung Kalauer- ihre Kraft und wird wässrig.

Meine Torten kurz vor dem Einfrieren

Eure Resonanz auf meinen Post mit den ganachierten Torten bei Facebook und Instagram war riesig und ihr habt oft gefragt, ob man das denn immer machen kann, denn: "Das ändert ja alles!"

Oft hat man ja vor einem Tortentag X keine Zeit und da wäre es doch superpraktisch, wenn man einfach schon 2 Wochen vorher die Torten soweit vorbereiten machen kann.

Ich muss ehrlich sagen, wenn man wirklich sehr wenig Zeit hat, ist das eine echt tolle Alternative, aber insgesamt finde ich eine frische Torte doch besser. Meinen Gästen hat es zwar super geschmeckt und niemanden ist etwas aufgefallen, aber da ich natürlich den direkten Vergleich kenne, würde ich sagen, die Torte war 10-15% weniger gut als frisch. Zusätzlich hatte die Folie in meinem engen Tiefkühler etwas an der größeren Torte gezogen und so war die Kante danach nicht mehr so schön wie vor dem Einfrieren.



Vielen Dank an meine lieben Gäste, die uns geholfen haben, die Pooh-nicorn-Torte zu vernaschen, die vielen Glückwünsche und Geschenke. Ich hatte einen superschönen Geburtstag mit vielen lieben Menschen um mich herum.
Vielen Dank auch an meine Freundin Franzi, die diese tollen Fotos meiner Torte gemacht hat.
Da merkt man doch den Foto-Profi, schaut gerne mal auf ihrer Seite vorbei, sie macht wirklich Hammer Fotos.

Eine lustige Geschichte habe ich noch zum Schluss für euch:
Unsere Nachbarin war nachmittags auf ein Stück Torte bei uns und hatte ihre Kinder dabei. Ich fragte den Kleinen, wie alt er denn jetzt ist. "Vier." - "Und wann wirst du fünf" fragte ich. Der Kleine sah mich an, als ob ich doof wäre und meinte: "Na an meinem Geburtstag."
:D :D

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