Mittwoch, 27. November 2019

Linzer Herzerl - gerührt

Liebt ihr Linzer Törtchen/Augen/Torte auch so sehr wie ich? In diesen haselnuss-saftigen Teig mit einer leckeren Ribiselmarmelade (Johannisbeer)-Füllung könnte ich mich wirklich reinlegen.
Das einzige nervige an Linzer Torte finde ich persönlich immer das ausrollen des Teiges und die einzelnen Gitter über den Kuchen legen.
Bis vor zwei Jahren jedenfalls...damals gab mir mein Kumpel David ein oberösterreichisches Familienrezept für eine gerührte Linzer Torte. Also nix mit ausrollen. Dieses gerührte Rezept geht sooo viel schneller als die Rezepte mit Mürbteig. Außerdem sind diese Linzer unglaublich saftig und aromatisch.


Ich backe immer ein Blech und steche mit einem Herz-Ausstecher kleine Linzer Herzerl aus. Man kann natürlich auch einfach nur Schnitten machen, Quadrate oder was auch immer ihr möchtet. Bei den Herzerln bleiben immer recht viel Ausstechreste übrig, aber das macht gar nichts, da die Reste einfach so genascht werden können - bei mir halten sie nie länger als einen Tag.

Damit ihr für dieses Jahr auch einfache gerührte Linzer Herzerl machen könnt, hier das Rezept:


Linzer Herzerl 
Für 1 Blech:

300 gr weiche Butter
300 gr Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
Schale von 1/2 Bio-Zitrone
1 Teel. Zimt
1 Msp. gem. Nelken
4 Eier L, Zimmertemperatur
2 Eigelb L, Zimmertemperatur
300 gr gemahlene Haselnüsse
450 gr Biskuitbrösel
150 gr Mehl

500 gr Ribiselmarmelade

Oben auf 180 Grad OberUnterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. 
Butter und Zucker schaumig rühren. Salz, Vanillezucker, Zitronenschale, Zimt und Nelken dazugeben und verrühren. Eier und Eigelb nach und nach dazugeben und verrühren. Nüsse, Brösel und Mehl dazugeben und kurz verrühren.
Zwei Drittel der Masse auf das Backpapier geben und glatt streichen. Marmelade geschmeidig rühren und auf dem Teig verteilen. Den restlichen Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle geben und Gitter aufspritzen. 
10 Minuten bei 180 Grad backen, dann auf 160 Grad herunterschalten und 20-30 Minuten fertig backen. 

Nach dem Backen 5 Minuten warten, dann  mit einem Herz-Ausstecher Herzen ausstechen. Alternativ in Stücke schneiden. 


TIP: Für die Biskuitbrösel einen hellen Kuchen vom Supermarkt kaufen und zerbröseln, ich nehme meist einen Guglhupf.
TIP2: Obwohl diese Linzer ohne trockenen Mürbteig sind, halten sie sich (theoretisch :D) einige Wochen. 

Viel Spaß beim Nachbacken!

Dagi

Bei meinen Pop up Bakeries vor Weihnachten dürfen meine 
Linzer Herzerl natürlich auch nie fehlen. 

Donnerstag, 21. November 2019

Rudi Rentier Spekulatius Cupcakes

Servus!

Ja mich gibt es noch! :)
Wer mir auf Facebook oder Instagram folgt, sieht eh regelmäßig neue Fotos meines süßen Lebens. Nur hier auf dem Blog schaue ich zur Zeit nur noch sporadisch vorbei.


Vor kurzem habe ich mal wieder eine Pop up Bakery in Wien abgehalten und da gab es unter anderem Rudi Rentier Cupcakes. Im Inneren versteckte sich mein Lieblings-Vanilleteig mit einer Bratapfel-Füllung und als Topping zauberte ich eine Spekulatiuscreme. Da uuuuunglaublich viele Leute danach gefragt hatten, hier nun mein Rezept für euch.


Rudi Rentier Cupcakes
Bratapfel mit Spekulatiuscreme
für ca. 20 Stück

Für den Teig:
80 gr weiche Butter
280 gr Zucker
1 Pck. Vanillezucker
240 gr Mehl
1 Essl. Backpulver
1/4 Teel. Salz
2 große Eier
240 ml Vollmilch

Den Backofen auf 190°C (Umluft 170°C) vorheizen. Die Papierförmchen in die Mulden eines Muffinsblechs setzen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Mehl, Backpulver und Salz mit der Küchenmaschine (oder Handrührgerät) bei niedriger Geschwindigkeit vermischen, bis eine sandige Masse entstanden ist.
Eier und Milch verquirlen. Drei Viertel davon langsam unter die sandige Masse rühren, bis alles gut verbunden ist. An den Schüsselwänden haftende Zutaten mit einem Teigschaber lösen. Die restliche Eiermilch zugießen und alles bei mittlerer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig verrühren.
Die Papierförmchen zu 2/3 mit Teig füllen. Im Backofen (Mitte) in 20-21 Minuten goldgelb backen, Stäbchentest nicht vergessen. Kurz auskühlen lassen, dann aus dem Blech lösen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Bratapfelfüllung:
1 großer säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn)
2 Essl. Apfelsaft/Wasser
1 gestrichene Essl. braunen Zucker
1 Msp. Zimt
1/2 Teel. Vanilleextrakt

Apfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Apfelstücke mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben und 5-8 Minuten mit Deckel köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind, aber noch nicht zerfallen. Zum Schluss ohne Deckel köcheln lassen, damit die Flüssigkeit verdampft. Auskühlen lassen.

Für das Frosting: 
100 gr Gewürz-Spekulatiuskekse
300 gr Sahne
50 gr Butter zimmerwarm
125 gr Mascarpone
80 gr Puderzucker
1 Pck. Sahnesteif
1 Pck. Vanillezucker

Kekse in eine Schüssel geben und mit einem dicken Glas oder ähnlichem zerdrücken. 150 gr Sahne einmal kurz aufkochen und die Brösel darin auflösen. Mit den restlichen 150gr Sahne vermischen und im Kühlschrank auf Kühlschranktemperatur runterkühlen lassen. 
Butter schaumig schlagen. Mascarpone, Vanillezucker und Puderzucker dazugeben und verrühren. Kekssahne zusammen mit Sahnesteif steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben.

Fertigstellung:

Aus jedem Muffin ein 1,5 x 1,5 cm großes Loch schneiden und ein paar Apfelstücke hineingeben. Das herausgeschnittene Stück Muffin wieder auflegen und geg. vorher etwas zuschneiden.
Creme in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben und auf die Cupcakes spritzen.

Für die Dekoration:
rote Smarties o.ä.
kleine runde Kekse
Mini Salzbrezn
Zucker-Augen
Lebensmittelkleber oder Royal Icing zum Kleben

Die roten Smarties mit Lebesnmittelkleber oder (noch besser) Royal Icing mittig an den kleinen runden Keksen festkleben und trocknen lassen. Nun Zuckeraugen mit Kleber/Icing auf die Mini Salzbrezn kleben für das Geweih. 

Auf jeden Cupcakes einen runden Keks mit Smartie festdrücken und darüber zwei Brezn mit Augen. 




Sonntag, 30. Juni 2019

Rezept: Limetten-Mascarpone-Torte mit dem weltbesten Biskuit

Bist du auch schon länger auf der Suche nach dem perfekten Biskuit-Rezept? Am besten ohne das lästige Eier trennen? Dann habe ich jetzt die Lösung für dich.
Vor einiger Zeit habe ich von Michelle von Cake Diva ein geniales supereinfaches Biskuit-Rezept bekommen und habe sie nun gefragt, ob ich es an euch weitergeben darf. ;) Schaut auch unbedingt mal bei ihrer Seite vorbei, ihre Zuckerkunst ist der Wahnsinn. <3


Gebacken habe ich diese Torte mit dem besten Biskuit, weil ich mal einen Geode Cake (so nennt man die Torten mit den Kristallen) mit der Concrete Cake Technik (ein weiterer Tortentrend: Beton-Optik) austesten wollte.

Und zwar weil...Trommelwirbel...ich den Geode Concrete Cake ab Herbst als Kurs geben werde!

Wenn du also gerne lernen möchtest, wie man eine Torte in edler Betonoptik mit Geode-Kristallen herstellt (natürlich ALLES essbar) und zum ersten Termin am 16.11.2019 (in Wien, Termine für München folgen bald) noch nichts vorhast, freue ich mich auf deine Buchung.

Hier findest du alle weiteren Details zu diesem neuen Kurs. 
Wenn du dich anmelden möchtest oder noch Fragen zu dem Kurs hast, schreib mir einfach eine kurze mail an home(at)mybackkurs.at

Ich würde übrigens nicht zu lange überlegen, ich habe nämlich bereits einige Vor-Reservierungen und in Wien dafür auch nur nur 8 Plätze insgesamt frei. ;) Nachdem ich gestern meine vorgemerkten Teilnehmer angeschrieben habe, sind jetzt schon nur noch 4 Plätze frei.



Gefüllt haben ich den Biskuit dieses Mal mit einer Limetten-Füllung aus selbstgemachten Limecurd und Mascarpone. Diese Füllung habe ich schon etliche Male als Zitronenfüllung mit Frischkäse gemacht, aber bei den aktuell megaheißen Temperaturen hatte ich einfach Lust auf Limetten. Ihr könnt diese Torte anstatt mit der Limettentränke übrigens auch mit einer Rum-Limetten-Tränke füllen und etwas Minze einarbeiten und schon habt ihr eine Mojito-Torte.
Jetzt fragt gerade mein Mann, warum ich das nicht gemacht habe. :D


Ansonsten ist der Biskuit natürlich auch für jede andere Füllung geeignet, ich fülle ihn z.B. sehr gerne mit Erdbeer-Mascarpone-Creme oder Himbeer-Mascarpone-Creme.

Noch ein kleiner Tipp für alle Kuchen, aber insbesondere für die fluffigen Biskuitböden:

Idealerweise verarbeitet ihr euren Kuchen erst einen Tag nach dem Backen und nicht direkt danach.
Wenn ihr den Kuchen gleich nach dem Auskühlen schneidet, bröselt er erheblich mehr als an Tag 2.


Limetten-Mascarpone-Torte auf Biskuit
für eine 15cm Torte

Für den Biskuit:
4 Eier L
170 gr Zucker
1 Pck. Vanillezucker
3 Teel. heißes Wasser
170 gr Mehl

Eier, Zucker, Vanillezucker und heißes Wasser 20-25 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen. Inzwischen den Backofen auf 170°C OberUnterhitze vorheizen und zwei 15cm Backformen am Boden mit Backpapier auslegen. Das Mehl in drei Runden auf die Eiermasse sieben und mit dem Schneebesen jeweils sehr vorsichtig unterheben. Masse auf die beiden Formen verteilen und in ca 25 Minuten goldbraun backen, bis beim Stäbchentest kein feuchter Teig mehr haftet.

Für das Limecurd:
60 gr Zucker
1 Ei L
40 ml Limettensaft (1 Limette)
Schale von 1,5 Bio-Limetten
25 gr weiche Butter 

Zucker, Ei, Limettensaft und Schale in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, bis die Masse eindickt. Die Creme soll nicht zu heiß werden oder kochen, da das Ei sonst quasi zu Rührei wird. Vom Herd nehmen, Butter dazugeben und mit dem Schneebesen einrühren. Kühl stellen.
Im Kühlschrank ca 1 Woche haltbar, schmeckt auch phänemenal aufs Brot.

Für die Limetten-Tränke:
40 gr Zucker
40 gr Wasser
40 gr frischer Limettensaft

Zucker und Wasser in einen Topf geben und einmal aufkochen, damit alle Zuckerkristalle gelöst sind. Vom Herd nehmen, Limettensaft dazugeben und auskühlen lassen.

Für die Füllung: 
65 gr weiche Butter
10 gr Puderzucker
Schale von 1 Bio-Limette
80 gr Limecurd (Raumtemperatur)
80 gr Mascarpone

Butter mit Puderzucker und Limettenschale schaumig schlagen. Limecurd dazugeben und wieder gut einrühren. Mascarpone dazugeben und einrühren.
Falls das Limecurd keine Raumtemperatur hat, kann es sein, dass die Creme gerinnt. Dann einfach kurz ins heiße Wasserbad stellen und mit dem Schneebesen durchrühren. Das dauert ca 5-10 Sekunden und die Creme ist wieder gebunden.

Zusammenbau:
Die beiden Biskuitböden je einmal waagerecht durchschneiden.
1/3 der Tränke auf dem 1. Boden verteilen und 1/3 der Creme daraufgeben. Den nächsten Boden auflegen und ebenso verfahren. Der letzte Boden bekommt weder Tränke noch Füllung und wird mit der Backunterseite nach oben aufgelegt.
Nun für eine Stunde in den Kühlschrank stellen, so kann die Creme fest werden und verrutscht später nicht beim Einstreichen.

Für die Swiss Merengue Buttercreme:
  3 Eiweiß L (120 gr)
120 gr Zucker
1 Pck. Vanillezucker
150 gr weiche Butter
 schwarze Pastenfarbe

Eiweiß, Zucker und Vanillezucker in einer hitzebeständigen Schüssel über einem leicht köchelnden Wasserbad unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen auf 65 Grad erhitzen.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und mit der Küchenmaschine das Baiser kalt schlagen. Das kann gerne mal 10-20 Minuten dauern. Die Masse sollte sich kühl anfühlen sein, da sonst die Butter schmelzen kann.
Nach und nach die weiche Butter stückchenweise einarbeiten. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, wieder auf höchster Stufe schlagen. Durch die Zugabe der Butter fällt der Eischnee zuerst wieder etwas zusammen und nach einiger Zeit wird die Creme wieder fest und hat eine perfekte Konstistenz. Falls die Creme zwischendurch gerinnt - einfach weiterrühren, bis sie fest wird und eine cremige Konsistenz hat. Mit schwarzer Lebensmittelfarbe in verschiedenen Grautönen färben. 
Die Torte rundherum mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen und kühl stellen. Mit dieser 1. Schicht werden die Krümel gebunden. Nach ca 10-15 Minuten ist diese Schicht fest und es kann noch eine 2. Schicht aufgetragen werden. 

Für eine ganz genaue Anleitung für den "Concrete Cake-Farbeffekt", wie man die Zuckerkristalle färbt und an die Torte bekommt, empfehle ich wie gesagt meinen brandneuen Concrete-Cake-Kurs am 16.11.19 in Wien

Montag, 13. Mai 2019

Allianz Arena 3D-Torte mit Berni inkl. Rezept und Tutorial

Mein Neffe Paul hatte letzte Woche Geburtstag und ihr wisst wahrscheinlich schon, was das bedeutet: Die alljährliche 3D-Torte war fälig. YAY!

Paul wurde nun 5 Jahre und hat in den letzten Jahren schon verschiedenste 3D-Torten von mir bekommen:

4. Geburtstag: Müllauto-Torte 

und dieses Jahr? Trommelwirbel...TADAAAA:


5. Geburtstag: Allianz Arena Torte (mit Berni, Pokal und Polizei)
Wundert euch bitte nicht über die '6' auf der Torte, das hat sich der Kleine so gewünscht ;)

Ich finde es übrigens immer wieder extrem spannend, so ein Projekt anzugehen. Wenn man ohne Rezept und ohne Anleitung eine solche Torte bäckt, ist es ja immer ein Experiment. Experimente funktionieren meist, aber manchmal eben auch nicht. Bei meiner Allianz-Arena-Torte ging soweit alles gut. Nur einen Punkt würde ich bei dieser Torte beim nächsten Mal anders machen: Das Loch für das Spielfeld größer schneiden - aber nicht damit ich mehr zum Naschen habe. Wo denkt ihr hin? :P
Durch das ganachieren und eindecken mit Fondant wurde das Loch immer kleiner und passte proportional nun nicht mehr 100%ig. Aber wahrscheinlich bin ich eh die Einzige, der das auffällt. ;)



Wie schon in den letzten 4 Jahren habe ich während der Herstellung viele Fotos gemacht, damit ich ein Tutorial für euch schreiben kann.
Wenn ihr also mit dem Gedanken spielt, mal eine 3D-Torte zu backen, schaut gerne auch in den anderen Beiträgen vorbei, die ich oben verlinkt habe oder lest einfach weiter. :)


Nachdem mein Mann und ich im Sommer 2017 von München nach Wien umgezogen sind, habe ich seit dem 4. Geburtstag etwas erschwerte Bedingungen, da die Torte größenmäßig in meine Thermobox passen und eine 4,5stündige Autofahrt überleben muss.
Pauls ursprünglicher Wunsch zum 5. Geburtstag war eine Rakete, was ich auch wirklich gerne gemacht hätte, aber leider hätte eine Raketentorte nicht in die Box gepasst.

Da Paul aber als kleiner Münchner natürlich FC Bayern Fan ist, war eine Alternative schnell gefunden. Eine Allianz-Arena sollte es sein. Ich: "Prima, dann mache ich eine Allianz Arena und einen Berni". Berni ist das Maskottchen von den Bayern und neben Pooh Bär einer meiner Lieblingsbären. So kam es also dazu, dass ein Berni mit dabei sein sollte, aber wie kamen denn jetzt der Pokal und die Polizei mit ins Spiel fragt ihr euch?


Na ja, das lief in etwa so:
Am nächsten Tag schrieb mir meine Schwägerin, also Pauls Mama: "Dagi, Paul hat sich gestern noch etwas Gedanken gemacht. Er möchte uuuunbedingt, dass der Berni einen Pokal geklaut hat und dafür dann von der Polizei verfolgt wird, die ihn einfangen und ins Gefängnis sperren möchte."
Äääähh ok...Aber klar, Pauls Wunsch war mir natürlich Befehl und ich überlegte wie ich das trotz der knappen Zeit mit einbauen könnte.

Da ich in den Wochen vor dem Geburtstag zeitlich sehr eingespannt war und Paul passenderweise eine Lego-Polizeistation von meinem Mann und mir zum Geburtstag bekam, entschied ich mich dann, das Polizeiauto nicht aus Fondant zu modelieren, sondern eines aus Lego zu nehmen.

Zeitlich war ich wie gesagt eigentlich sowieso ziemlich unter Druck. Am Samstag/Sonntag hatte ich Kurse in Wien, am Montag sollte die Torte gemacht werden und Dienstag Mittag ging es schon los nach München. Das hieß also: 1,5 Tage Zeit für eine Torte, für die ich normalerweise 3 Tage kalkulieren würde und die Kurse wollten natürlich auch noch nach- und vorbereitet werden, da in München am darauffolgenden Wochenden auch gleich noch die nächsten Backkurse anstanden.

Fondant-Berni, Plüsch-Berni und ich. 

Aber was macht man nicht alles für glückliche Kinderaugen und es hat am Ende sogar ganz gut hingehauen alles unter einen Hut zu bekommen. <3


Das Brett als Untergrund für die Torte hatte ich schon rund 3 Wochen vor dem Geburtstag beim Baumarkt besorgt und es mit grauem Fondant und grün gefärbten Kokosflocken dekoriert. Mehr dazu könnt ihr weiter unten lesen. Über die Umsetzung des stehenden bzw. laufenden Berni machte ich mir lange Gedanken. Figuren sind leider nicht mein Spezialgebiet und eine stehende Fondant-Figur hatte ich so vorher noch nie gemacht. Ich entschied mich letztendlich für zwei Schaschlikspieße, die ich in ein vorher gebohrtes Loch auf der Platte steckte und so die ganze Figur darauf aufbaute. Ein Foto von Bernies Beinen findest du etwas weiter unten.

Da ich Sonntag Abend nach dem Kurswochenende nicht auch noch zwei Bleche Kuchen backen wollte, hatte ich das Backen einfach schon ein paar Tage vorher erledigt und die beiden bereits zugeschnittenen Böden eingefroren.
.
So musste ich die Böden Sonntag Abend nur noch auftauen. Montag früh füllte ich die Torte und kühlte sie ein, Montag abends wurde sie dann direkt geschnitzt und auch schon ganachiert und am Dienstag früh schließlich noch mit Fondant eingedeckt und fertig ausdekoriert.


Bei der Fahrt bibberte ich wieder bei jedem stärkeren Bremsen oder bei engeren Kurven, aber wie auch im letzten Jahr überstand die Torte die Fahrt ohne Probleme. In meiner Thermobox -gefüllt mit einigen Kühlakkus- blieb die Torte schön kühl und fest. 

Am Mittwoch wurde auf einem Bauernhof im Münchner Osten, der auf Kindergeburtstage spezialisiert ist, gefeiert. Und was soll ich sagen?

Der Blick von Paul, als er die Torte erstmals vor sich sah, war einfach unbezahlbar. Es gibt ein zuckersüßes Foto von ihm, wie er die Torte anhimmelt, das ich euch leider nicht zeigen kann. Aber er sagte seiner Mama am Abend, dass die Torte "genau so war" wie er sie sich gewünscht hatte.  <3 <3 <3

Ich freue mich jetzt schon auf seinen nächsten Geburtstag und hoffe, dass ich weiter seinen Geschmack so gut treffen werde.

Im Inneren der Torte versteckt sich wie die letzten 3 Jahre ein Vanillasponge, allerdings im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht mit Vanillepuddingcreme und Konfitüre gefüllt, sondern mit Karamellcreme und Snickers-Stückchen. Ich kann ehrlich nicht sagen, welche Füllung mir besser schmeckt, beide sind extrem lecker. 

Wer nun also auch gerne eine Allianz-Arena-Torte backen möchte, bitte einfach weiterlesen: 

Allianz Arena Torte
(Vanillasponge mit Karamellcreme und Snickersstückchen)

Zeitplan:
Vorbereitung ein paar Tage vorher: Kappaplatte zuschneiden, Holzbrett als Cakeboard kaufen, Füßchen anbringen, geg. Figur basteln, Cakeboard dekorieren
Tag 1: Boden backen
Tag 2: Creme zubereiten, Torte füllen, Ganache anrühren
Tag 3: Torte schnitzen, ganachieren, eindecken und dekorieren

Equipment:
Holzplatte 50 x 30 cm vom Baumarkt mit 4 kleinen Füßchen (zum besser hochheben)
Heißklebepistole
Kappaplatte 26cm x 23cm (z.B. von Architektur-bedarf.de)
Lebensmittelkleber
Glätter
Skalpell
Backrahmen
Clay Extruder
kleine Winkelpalette
Flexi Smoother
Standard-Fondant-Bastelwerkzeug
kleiner Ausrollstab, Ausrollbrettchen
großer Ausrollstab, Stärke zum Ausrollen
Palmin soft

Für die Dekoration:
1,4 kg roten Fondant (z.B. Massa Ticino)
ca 700 gr grauer Fondant für die Esplanade
weißer Fondant für das Trikot
ca 200 gr Kokosflocken
grüne Lebensmittelfarbe


Essbarer Rasen aus Kokosflocken

Um den Rasen herzustellen, ein Glas mit 50-100 ml Wasser füllen und mit 2-3 Zahnstocherspitzen grüner Lebensmittelfarbe dunkelgrün färben. Backofen auf 100 Grad OberUnterhitze vorheizen. Kokosflocken in eine Schüssel geben und mit dem grünen Wasser übergießen. Umrühren und die Farbe checken. Falls sie noch nicht intensiv genug ist, noch etwas Farbwasser dazugeben. Auf ein Backblech mit Backpapier geben und verteilen. Im Ofen trocknen lassen, dabei einen Holz-Kochlöffel in die Tür stecken, damit der Wasserdampf entweichen kann. Alle 15 Minuten umrühren, bis die Kokosflocken komplett getrocknet sind. 

Vorbereitung Cake Board

Aus einer Kappaplatte die Umrisse der Arena ausschneiden. Ich habe 30cm Länge und 26,5cm Breite genommen. Danach die Ecken abrunden, dafür einfach z.B. eine kleine Schüssel mit der Öffnung nach unten auf die Ecken setzen und mit dem Skalpell schneiden. Anschließend den „Rasen“ auschneiden, für meine Rasenfläche habe ich 7x 12,6cm kalkuliert. 

1. Test, ob die Platte überhaupt in die Thermobox passt. 
Nix fertig bisher außer dem Pokal. 

Das Innenteil der Kappaplatte aufheben, darauf kommt später noch der Rasen. 
Nun den Kappaplatte-„Ring“ der Arena nehmen und das innere Loch 0,5cm größer schneiden. Das habe ich leider nicht gemacht, weshalb nach dem Ganachieren und Eindecken die Öffnung zu klein für meinen „Rasen“ wurde.




Ich habe zwar die Rasenplatte etwas kleiner geschnitten, damit der Rasen wieder hineinpasst, aber die Proportionen passten anschließend nicht mehr genau. Wenn man das Loch gleich größer schneidet, hat man dieses Problem nicht. ;)

*hüstel* man sollte übrigens am besten die Kappaplatte abrunden, bevor man das Cakeboard eindeckt. Sonst hat man doppelt Arbeit. ;) 


Für die Esplanade den grauen Fondant dünn auf 50x30cm ausrollen. Die Arena-Kappaplatte auf die Holzplatte legen und rundherum dünn mit Lebensmittelkleber einstreichen, wo die Torte später steht, benötigen wir keinen Fondant und damit auch keinen Kleber. Kappaplatte entfernen, den grauen Fondant auflegen und mit dem Glätter andrücken. Falls der Fondant an manchen Ecken nicht reicht, ist das nicht schlimm, das kann später mit Kokos-Rasen ausgeglichen werden. 
Auf Backpapier die Wege der Esplanade aufmalen und ausschneiden. Dieses Backpapier auf den grauen Fondant legen und rundherum den Fondant mit Kleber einstreichen. Die Kokosflocken aufstreuen und leicht festdrücken. Trocknen lassen und anschließend die restlichen Kokosflocken und das Backpapier entfernen. 
Wer möchte, kann noch eine Berni-Figur basteln. Damit mein Berni stehen bzw. laufen kann, habe ich 2 kleine Löcher in die Holzplatte gebohrt, zwei Schaschlikspieße hineingesteckt und darauf die Figur aufgebaut. Zum Modelieren einer Figur benutze ich den Modelierfondant von Saracino, der ist ziemlich gut in der Verarbeitung. 



Für den „Victoria sponge“ 
(Vanille-Rührteig)
2x 400g weiche Butter
2x 400g Zucker
2x 2 Pck. Vanillezucker
2x 1/2 Teel. Salz
2x 8 Eier, M (Zimmertemperatur)
2x 400g Mehl
2x 1 Pck. Backpulver
2x 150 ml Milch

Da die komplette Teigmenge zuviel für eine Runde backen ist, muss dieser Teig auf zweimal angerührt und gebacken werden! Pro Teigmenge werden 400 gr Butter, 400 gr Zucker usw. genommen. 
Einen rechteckigen Backrahmen (30cm x 27cm) auf ein Blech mit Backpapier stellen. Den Ofen auf 180 Grad OberUnterhitze vorheizen.

Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben und je gut verrühren. Falls die Masse gerinnt, 1-2 Essl. des Mehls dazugeben. Wenn alle Eier gut eingerührt sind, 2-3 Minuten weiter auf höchster Stufe schlagen. Mehl und Backpulver vermischen und in 2 Etappen, abwechselnd mit der Milch dazugeben und jeweils kurz verrühren. Den Teig in die Form geben, glatt streichen und 45 Minuten backen. Stäbchentest nicht vergessen. Auskühlen lassen und am besten 1 Tag ruhen lassen, damit sich der Boden besser schneiden lässt.

Für die Karamell-Buttercreme: 
255 gr zimmerwarme Butter
340 gr Puderzucker
190 gr dicke Karamellsauce
1/2 Teel Salz
440 gr Doppelrahmfrischkäse

6 Snickers, klein gehackt

Butter cremig-weiß schlagen, gesiebten Puderzucker dazugeben und aufschlagen. Karamellsauce und Salz dazugeben und aufschlagen. Zum Schluss den Frischkäse kurz unterrühren. 

Für die Ganache:
350 gr Sahne
700 gr Zartbitterschokolade

Schokolade schmelzen und Sahne erhitzen, beides zusammengeben und verrühren. Zum Schluss mit dem Stabmixer homogenisieren. Dieser Schritt ist wichtig, damit man eine seidig glänzende und stückchenfreie Ganache erhält. Auskühlen lassen und bei Raumtemperatur lagern. 

Zusammenbau: 
Die zugeschnittene Kappaplatte auf den ersten Boden legen und rundherum 0,5 cm größer als die Kappaplatte abschneiden, so dass der Kuchen diesselbe Form hat. Mit dem 2. Boden genauso verfahren. Danach beide Böden je einmal waagerecht durchschneiden. 
AUS DAGIs FEHLERN LERNEN:
Der Kuchen muss rundherum ca 0,5 cm größer als die Kappaplatte zugeschnitten werden. Da später die untere Seite noch abgerundet wird, ist sonst die Kappaplatte zu groß. 
Ich hatte das leider nicht bedacht, musste sie dann nochmal verkleinern und damit passte der graue Fondant des Cakeboards nicht mehr. 
Gut, dass ich noch etwas grüne Kokosflocken übrig hatte, und dieses Malheur so bedecken konnte. 

so isses quasi nicht ganz richtig. 
Entweder den Boden größer schneiden oder 
gleich die Kappaplatte kleiner machen. 


Den ersten Boden auf die Kappaplatte legen und mit 1/3 der Karamellcreme bestreichen. Zwei Snickers klein schneiden und auf der Creme verteilen, die Stücke dürfen nicht zu groß sein. Den nächsten Boden auflegen, wieder mit 1/3 der Creme und Stücken von 2 Snickers bestreuen. Mit dem 3. Boden genauso verfahren und mit dem 4. Boden abschließen. Mit etwas Druck den Kuchen nach unten drücken, damit evt. Luftlöcher geschlossen werden. 
Torte mit Folie rundherum verpacken und mindestens 8 Stunden bzw. am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Mein Kuchen wiegt nun mit Füllung knapp 4 kg, mit Ganache und Fondant wird er rund 6kg wiegen. 


Nun kann geschnitzt werden. Dafür am besten ein kleines, scharfes Messer benutzen. Um die typische Allianz Arena Form zu bekommen, zuerst am oberen äußeren Ende alles abrunden. Danach an der Unterseite nach innen abrunden. Zum Schluss noch auf der Oberseite die Fläche nach innen abfallen lassen. Mit dem heruntergeschnittenen Kuchen kann man gleich testen, ob die Füllung denn auch lecker schmeckt. ;) 


Wenn die Torte fertig geschnitzt ist, kann mit dem ganachieren angefangen werden. Ich nehme immer eine kleine Winkelpalette, überprüfe, dass die Ganache schön cremig ist (andernfalls für einige Sekunden in die Mikrowelle stellen und immer wieder umrühren, bis sie cremig ist) und trage Stück für Stück auf. Wenn die Torte einmal rundherum (und innen) mit Ganache eingekleidet ist, kommt die Torte für ca 20 Minuten in den Kühlschrank, damit diese 1. Schicht fest werden kann. Anschließend kommt noch eine 2. Schicht Ganache auf die Torte. Das ist wichtig, damit die Füllung nicht mit dem Fondant in Berührung kommt. Die Füllung hat durch den Frischkäse einen höheren Wasseranteil und der Fondant würde sich bei Berührung mit dem Creme auflösen. 

Die 1. Ganache-Schicht

Die 2. Ganache-Schicht

Zum Schluss kommt ein Flexi Smoother zum Einsatz. Mit diesem wird solange über die Torte gestrichen, bis die Ganache ganz glatt und fest ist. Falls zwischendurch eine Stelle kommt, die unenben ist, noch etwas weiche Ganache auftragen und verteilen. 

Fertig ganachiert


Fertigstellung Torte:
Zuerst machte ich mich an das Innere der Torte. Dafür schnitt ich aus Backpapier Schablonen, um so die richtige Größe zu erhalten. Anschließend rollte ich etwas roten Fondant aus und schnitt ihn mithilfe der Schablone zu. 




Anschließend den restlichen roten Fondant ca 0,4cm dick ausrollen, die ganachierte Torte dünn mit Lebensmittelkleber einstreichen und den Fondant darüber legen. Mit den Händen rundherum vorsichtig andrücken. 



Nun mit einem kleinen scharfen Messer die charakteristischen "Kissen" der Arena einprägen. Dafür zuerst von unten nach oben waagerechte Striche ziehen und anschließend schräge vertikalte Prägungen machen. 

Um ein Trikot in der richtigen Größe zu bekommen, durfte Maskottchen Berni auch noch mithelfen und lieh mir netterweise sein Trikot. Tatsächlich musste ich das Shirt aber etwas schmaler und länger machen, sonst wäre es sehr breit gewesen. Mithilfe der Schablone schnitt ich weißen Fondant aus und dekorierte das Trikot noch mit einem Lebensmittelstift und einer Fondantzahl. 

Außerdem machte ich mit etwas übrigens grauen Fondant mithilfe des Clay Extruder ein gleichmäßiges Band, das ich um die Torte legte. Das ist der Eingangsbereich, in den anschließend aus weißem Fondant noch einige Doppeltüren kamen. 


Mit dem Kühlakkus unter sich und der Thermobox rundherum durfte die Torte dann auf Reisen gehen. 


Wenn du bis hier unten gelesen hast, bist du in der Theorie gewappnet, eine Allianz Arena Torte zu zaubern.
Falls du mit Fondant noch nicht so gut klar kommst bzw. noch gar keine Ahnung hast, freue ich mich, wenn du mich in einem meiner Backkurse in Wien oder München besuchst, mehr Infos dazu gibt es hier: www.mybackkurs.de (München) oder hier: www.mybackkurs.at (Wien)

Viel Spaß beim Nachbacken!

Dagi

Montag, 8. April 2019

Die Pooh-nicorn-Torte mit Regenbogen oder kann man fertig gefüllt und ganachierte Torten eigentlich einfrieren?

Vor wenigen Tagen war es mal wieder soweit,  mein Geburtstag stand an und dieses Jahr wollte ich mir endlich mal wieder eine richtige Torte backen. Im letzten Jahr war mein Geburtstag leider ins Wasser gefallen, da mein Mann und ich nur 3 Tage vorher unsere Superfoodbar grasgrün in Wien eröffnet hatten.

Nun wollte ich anlässlich meines 38. Geburtstag (man wird schließlich nur einmal 38 :D) etwas ganz besonders machen:
Eine 'Pooh-nicorn-Torte' mit Pooh und seinen Freunden als Einhörner und einer Regenbogen-Rutsche.  Um eine ordentliche Rutsch-Unterlage zu bekommen, musste natürlich eine 2stöckige Torte her.

Wem das übrigens zu kindisch für einen 38er ist...man ist doch nur so alt wie man sich fühl und ich fühle mich tatsächlich immernoch nicht älter als 28 5/6. :P

Im Inneren dieser zuckersüßen Einhorn-Regenbogenrutschen-Torte verstecken sich übrigens zwei meiner absoluten Lieblingsfüllungen: Unten ein zarter Biskuit mit meiner unvergleichlichen Himbeer-Mascarpone-Füllung und in der oberen Etage eine ebenso leckere Snickerstorte.




Kann man eine ganachierte Torte eigentlich einfrieren?

Da meine Schwester mit Freund sich für meine Geburtstagswoche als Übernachtungsgäste angekündigt hatten und ich im März jedes Wochenende zwei Backkurse hatte, fragte ich mich, wann ich diese Torte eigentlich machen soll.

Deshalb entschied ich mich für ein Experiment: Zwei Wochen davor backte, füllte und ganachierte ich die beiden Torten. Anschließend packte ich sie mit Folie gut ein und gab sie in den Tiefkühler. Die Figuren, den stehenden Regenbogen und die Wolken bastelte ich eine Woche vorher.
An dem Tag an dem meine Familie ankam, gab ich die beiden Torten direkt vom Tiefkühler in den Kühlschrank und ließ sie so ganz langsam auftauen. Am Abend vor dem Geburtstag deckte ich die beiden Torten noch mit Fondant ein, stapelte sie und formte die Regenbogen-Rutsche. Als Tortenranddeko formte ich einen mehrfarbigen Fondantstrang und kreierte mit dem Clay Extruder mehrfarbige Schnüre.




Also, kann man eine ganachierte Torte nun einfrieren? 
Das fragt ihr euch wahrscheinlich immernoch.
Man kann.
Allerdings kommt es stark auf die Füllung an. Füllungen auf Gelatine-Basis oder auch Marmelade, Ganache, amerikanische Buttercreme oder Swiss Merengue sind normalerweise kein Problem.
Was ich auf keinen Fall empfehlen würde, ist Füllungen auf Stärkebasis einzufrieren, also z.B. Puddingcremes oder Grütze. Durch das Einfriern und Auftauen verliert die Stärke -Achtung Kalauer- ihre Kraft und wird wässrig.

Meine Torten kurz vor dem Einfrieren

Eure Resonanz auf meinen Post mit den ganachierten Torten bei Facebook und Instagram war riesig und ihr habt oft gefragt, ob man das denn immer machen kann, denn: "Das ändert ja alles!"

Oft hat man ja vor einem Tortentag X keine Zeit und da wäre es doch superpraktisch, wenn man einfach schon 2 Wochen vorher die Torten soweit vorbereiten machen kann.

Ich muss ehrlich sagen, wenn man wirklich sehr wenig Zeit hat, ist das eine echt tolle Alternative, aber insgesamt finde ich eine frische Torte doch besser. Meinen Gästen hat es zwar super geschmeckt und niemanden ist etwas aufgefallen, aber da ich natürlich den direkten Vergleich kenne, würde ich sagen, die Torte war 10-15% weniger gut als frisch. Zusätzlich hatte die Folie in meinem engen Tiefkühler etwas an der größeren Torte gezogen und so war die Kante danach nicht mehr so schön wie vor dem Einfrieren.



Vielen Dank an meine lieben Gäste, die uns geholfen haben, die Pooh-nicorn-Torte zu vernaschen, die vielen Glückwünsche und Geschenke. Ich hatte einen superschönen Geburtstag mit vielen lieben Menschen um mich herum.
Vielen Dank auch an meine Freundin Franzi, die diese tollen Fotos meiner Torte gemacht hat.
Da merkt man doch den Foto-Profi, schaut gerne mal auf ihrer Seite vorbei, sie macht wirklich Hammer Fotos.

Eine lustige Geschichte habe ich noch zum Schluss für euch:
Unsere Nachbarin war nachmittags auf ein Stück Torte bei uns und hatte ihre Kinder dabei. Ich fragte den Kleinen, wie alt er denn jetzt ist. "Vier." - "Und wann wirst du fünf" fragte ich. Der Kleine sah mich an, als ob ich doof wäre und meinte: "Na an meinem Geburtstag."
:D :D

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