Samstag, 11. Dezember 2021

Meine absolutes Lieblings-Rezept: Apfel-Zimtschnecken

Man wird als häufig backender Mensch öfter mal gefragt, was eigentlich die Lieblingstorte oder -törtchen ist. Meistens variiert meine Antwort je nach Jahreszeit und oft kann ich mich auch gar nicht auf eine Sache festlegen. Im Laufe der Jahre habe ich soooviele verschiedene Rezepte ausprobiert und sehr viele sind sehr sehr lecker. 
Falls du mich heute diese Frage fragen würdest, müsste ich allerdings nicht lange überlegen. Seit ich im Spätsommer das erste Mal das phänomenal leckere Rezept von Stini von Mamaglück und Kuchenzauber für Apfel-Zimtschnecken ausprobiert habe, gewinnen diese supersaftigen Zimtschnecken gegenüber ALLEM. 
Witzigerweise hatte ich bis 2020 mit Hefegebäck überhaupt nichts am Hut. Erst letztes Jahr im 1. Lockdown habe ich angefangen Brezn zu backen (als Exilmünchnerin in Wien hatte ich bei den monatelang geschlossenen Grenzen einen akuten Brezn-Notstand). 
(Ja ich weiß, natürlich gibt es auch in Wien Brezn zu kaufen, aber aber Münchner Brezn-Connoisseur bin ich etwas wählerisch)

Die Apfel-Zimtschnecken habe ich mittlerweile schon dreimal gebacken, vor allem, weil sie so schnell gehen und wenig Aufwand sind. Hefeteig ansetzen und gehen lassen - ausrollen - mit geriebenen Äpfeln, Butter und Zimtzucker bestreuen - rollen - backen - mit Guss überziehen - zack fertig. Durch die geriebenen Äpfel sind die Rollen soooooo unglaublich saftig und schon fast "batschig". Ich persönlich lieber das ja, mein Mann ist da nicht so der Fan von. Aber das ist eh super - so bleibt mehr für mich. 
Hefegebäck sollte man ja in der Regel so frisch wie möglich vernaschen, am allerbesten sind die Rollen noch lauwarm aus den Ofen. Aber selbst am nächsten Tag schmecken sie noch fantastisch. Für den extra Frischekick empfehle ich die Rollen vor dem vernaschen für 10-30 Sekunden in die Mikrowelle zu geben, so dass sie lauwarm werden. Soooo gut. 
Das Originalrezept habe ich ein klitzekleines bisschen abgeändert, so habe ich z.B. kein Dinkelmehl, sondern nur Weizenmehl verwendet. Vielleicht probiere ich beim nächsten Mal Dinkel aus, damit habe ich bisher noch nie gearbeitet. 


Man könnte die Zimtschnecken auch einzeln auf Backpapier backen, aber ich finde die Variante mit der Kuchenform noch besser, da die Schnecken dann noch saftiger werden, wenn sie sich beim Backen aneinander kuscheln können. 

Vielen Dank nochmal an Stini, dass ich dein Rezept veröffentlichen darf. :* 
Wenn ihr noch mehr so tolle Rezepte sucht, schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei. Besonders zu empfehlen ist auch ihr Instagram-Account, wo sie ihre Follower an ihrem Kuchen- und Familienleben teilhaben lässt. Stini und ich haben uns vor etlichen Jahren bei einem meiner Backkurse in München kennengelernt und sind seitdem über social media in Kontakt geblieben. 

Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier ist das Rezept: 

Für den Hefeteig:

250 g Milch

21 g frische Hefe 

60 g Öl (Raps oder Sonnenblumen) 

75 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1 Ei (L)

520 g Weizenmehl (405)

1 Prise Salz


Milch, Hefe, Öl, Zucker und Vanillezucker in einem Topf lauwarm erwärmen. Inzwischen Ei, Mehl und Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Die Flüssigkeit dazugeben und 5 Minuten mit dem Knethaken kneten lassen. Inzwischen den Ofen auf 50 Grad OberUnterhitze geben. Ein frisches Geschirrtuch nass machen, auswringen und über die Schüssel legen, damit kein Luftzug den Hefeteig beim Gehen stört. Ohne Blech in den Ofen stellen und für 30-60 Minuten gehen lassen (60 Minuten ist besser, aber 30 Minuten geht auch). 


Für die Füllung:

80 g Butter

90 g Zucker

1 gestr. Essl Zimt

2 geschälte und geraspelte säuerliche Äpfel (z.B. Braeburn)

Optional eine Handvoll Rosinen


Backofen auf 180 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen. Eine Kuchenform (28 cm Durchmesser) mit buttern und zuckern. Durch den Zucker karamelisiert der Rand. Alternativ kann man auch ein Backpapier zusammenknüllen, wiederaufmachen und damit die Backform belegen. 

Den Hefteig auf bemehlter Arbeitsfläche (idealerweise eine bemehlte Silikonmatte, damit wird das Aufrollen zum Kinderspiel und der Teig klebt nicht so sehr) als Rechteck ca. 1cm dick auswellen.

Butter schmelzen und darauf verteilen (etwas Butter übrig lassen und damit die Schnecken in der Form nochmal bestreichen)

Zucker und Zimt mischen und die Mischung gleichmäßig auf denTeig streuen.

Die geraspelten Äpfel darauf verteilen.

Den Teig der Länge nach aufrollen und mit einem scharfen Messer in ca. 5 cm dicke Scheiben schneiden. 

Die Schnecken nicht zu eng in das Kuchenblech setzen. Dabei erst einen Ring außen setzen und anschließend innen. Im heißen Ofen für 25-28 Minuten backen.




Für den Guss:

25 g Butter

100 g Puderzucker

2 Essl Sahne


Butter schmelzen und mit dem Puderzucker und der Sahne mit einem Schneebesen glatt rühren.

Die Schnecken mit dem Guss bestreichen, sobald sie aus dem Ofen kommen.

Am besten noch lauwarm genießen. 


Und jetzt hopp hopp, Äpfel und Hefe einkaufen, den Rest habt ihr wahrscheinlich eh zuhause. ;)


Viel Spaß beim Nachbacken! 

Dagi


Montag, 30. August 2021

Birne Streusel Muffins (vegan)

Heute gibt es für mich auf diesem Blog eine Premiere: 

Mein allererstes veganes Rezept. 

Ich muss ehrlich sagen, dass ich bisher eigentlich nicht viel mit veganer Küche anfangen konnte. Was hauptsächlich daran liegt, dass ich insbesondere bei den Milch-Ersatzprodukte bisher keine vernünftige Alternative gefunden habe. Butter lässt sich ja recht einfach durch Öl, Margarine oder vegane Butter ersetzen, als Ei-Ersatz gibt es auch viele Optionen. Aber die veganen Frischkäse, Mascarpone oder Cremes, die ich bisher probieren konnte, haben mir überhaupt nicht geschmeckt. Das "Beste" war ein veganer Frischkäse, der gräulich aussah und dazu wie Pappe, aufgeweicht in Wasser, geschmeckt hatte. 


Aaaaaber es gibt da ein Rezept, was ich mittlerweile schon sehr oft gebacken habe und was bei all meinen Testessern extrem gut angekommen ist. Fluffig, aromatisch, fruchtig und einfach unheimlich lecker. Einige Freunde meinten sogar, dass das die besten Muffins waren, die sie jemals gegessen haben. 

Meine veganen Birne-Streusel-Muffins kommen auch komplett ohne Aroma, künstlichem Ei-Ersatz oder sonstigen Ausstauschprodukten aus - einfach ehrliche Törtchen aus guten Zutaten. 
Der einzige Haken: Es sind halt nur Muffins, die ohne ein Cremehäubchen nicht besonders aufregend aussehen. Deshalb waren sie bisher auch noch nicht auf dem Blog. 

Diese Muffins schmecken übrigens am besten ganz frisch, lassen sich aber auch prima am nächsten Tag vernaschen. Vegane Backwaren werden oft schneller trocken als Leckereien mit Eiern. 


Vegane Birnen Streusel Muffins

(für ca. 14 Stück in Tulpenförmchen)


Für die Streusel:

125 g Mehl 

65 g vegane Margarine

45 g Zucker

1 gute Prise Zimt


Alles verkneten und beiseite stellen.


Für den Teig: 

200 ml Sojamilch

20 ml Apfelessig

2 reife Birnen

200 gr Mehl

200 gr Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1/4 Teel. Salz

1/4 Teel. Natron

2 1/4 Teel. Backpulver

1/2 Teel. Zimt 

80ml helles Rapsöl


Ofen auf 180 Grad OberUnterhitze vorheizen und Muffinförmchen (idealerweise große Tulpen-Papierförmchen) in ein Muffinblech geben. 


In einem Messbecher Sojamilch und Essig vermischen. 10 Minuten zur Seite stellen. Birne schälen, in kleine Stücke schneiden und auf 14 Tulpen-Förmchen aufteilen. 

In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten von Hand verrühren. Sojamilchmischung und Öl mischen und in die Schüssel geben. Mit einem Metalllöffel alles in ca. 10 Sekunden schnell vermischen, bis sich die Teigmischung gerade eben zusammenfügt und die die Masse noch etwas klumpig ist. Schüssel leicht auf die Arbeitsplatte schlagen, damit die Backtriebmittel nicht zu schnell aktiv werden. Den Teig auf die Muffinförmchen aufteilen und das Backblech leicht auf die Arbeitsfläche schlagen, damit Blasen aufspringen. Die Streusel darauf verteilen und sofort backen.

Ca. 33 Minuten backen bis goldgelb. 


Auskühlen lassen mit einem Zuckerguss (Puderzucker, Wasser, Zitronensaft) im Zickzack betreufeln. 



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