Montag, 11. April 2022

Karotten-Cookies mit Frischkäsecreme-Füllung


Wer liebt Karottenkuchen auch so sehr wie ich, Hand hoch? :) 
Wer diesen supersaftigen und aromatischen Kuchen auch gerne mag, wird meine neueste Cookie-Kreation lieben. 


Auf Instagram habe ich letztens Karottenkekse gesehen, die nach dem Backen wie ein Burger mit Creme gefüllt wurden. Ungefähr zur gleichen Zeit sah ich Chocolate Cookies von einer amerikanischen Influenzerin, die eine mitgebackene Frischkäsecreme in ihre Cookies gepackt hatte. 
Eine Idee war in mir geboren: Es muss doch auch möglich sein, Carrotcake-Cookies mit gebackener Creme zu kreieren. Der 1. Versuch war extrem lecker, aber leider hielt die Creme nicht und fiel nach dem Backen zusammen. Beim 2. Versuch habe ich ein Eigelb in die Creme gerührt, damit sie beim Backen stockt - wieder superlecker, aber wieder zusammengefallen. Aber mein Ehrgeiz war geweckt und da die Cookies superschnell und einfach zusammengerührt werden, habe ich es ein 3. Mal versucht. Dieses Mal gab ich Speisestärke anstatt Ei in die Frischkäsecreme und änderte noch 2-3 Zutaten und taaadaaaaaa: Es funktionierte. 
Nun war mein Rezept also endlich bereit für den Blog. 


Das geniale an diesem Rezept ist nicht nur
- supereinfach
- superschnell
- super superlecker

Sondern auch, dass die Kekse nach dem Füllen erstmal eine Runde in den TK dürfen. So könnt ihr alle 15 oder auch weniger Cookies aufbacken. Wenn ihr sie auf Vorrat produziert, habt ihr immer frische Cookies im Tiefkühler und wenn sich spontan Besuch ankündigt, braucht ihr nur wenige Minuten und habt spontan leckerste Kekse zur Hand. Die auch noch RICHTIG Eindruck schinden, weil sie eine Füllung haben. 

Durch die Füllung halten sie sich allerdings nicht so lange wie normale Cookies. Ich empfehle sie frisch aufgebacken und ausgekühlt zu vernaschen, am 2. Tage sind sie aber auch immernoch sehr lecker.

So genug geplaudert, hier nun mein 3fach optimiertes Rezept für euch: 

Karotten-Cookies mit Frischkäsefüllung 

15 Stück


Für den Teig: 

140 g feine Karottenraspeln (ca. 2 mittelgroße Karotten, geschält) 

125 g weiche Butter

100 g Zucker

100 g brauner Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1 Ei L 

80 g Haferflocken

180 g Mehl

1/4 TL Natron

1/2 TL Backpulver

1/2 TL Zimt

1/4 TL Ingwer (gerieben)

1 halbe Prise Muskatnuss


Karotten schälen und fein raspeln, 140 g abwiegen. Butter mit Zucker, braunen Zucker und Vanillezucker aufschlagen, Ei dazugeben und gut verrühren. Haferflocken mit dem Stabmixer pulverisieren. Mehl, Haferflocken. Natron, Backpulver, sowie Zimt, Ingwer und Muskatnuss vermischen und kurz in den Teig rühren.

Karottenraspeln kurz unter die Masse kneten. Teig mit einem Eislöffel (oder zwei Esslöffeln) portionieren (15 Kugeln) und 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Inzwischen die Creme herstellen. 



Für die Füllung:

70 g Puderzucker gesiebt

7 g Vanillezucker

Schale von 1 Bio-Zitrone

15 g Speisestärke

170 g Frischkäse, Doppelrahmstufe


Zimtzucker zum Wälzen


Optional: 50 g weiße Schokolade


Für die Füllung Puderzucker, Vanillezucker und Zitronenschale, Speisestärke und Frischkäse in eine Schüssel geben und ganz kurz verrühren, so dass gerade alles gebunden ist. Mit zwei Esslöffel 15 Portionen auf einen Teller mit Backpapier geben und im Tiefkühler 1 Stunde fest werden lassen. 


Wenn der Teig relativ fest und die Füllung fast gefroren ist (nach ca. 1 Stunde), Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und ein Backpapier auf ein Blech (ein Blech reicht für 6 Cookies) legen. 

Einen Streifen Frischhaltefolie auf die Arbeitsfläche legen, einen Teigrohling daraufgeben und die Folie oben auflegen, so dass der Teigling oben und unten Folie hat. Nun mit den Händen auf der Folie flach drücken, die obere Folie wegnehmen, einen gefroren Frischkäse in die Mitte geben, Folie wieder darauf und den Teigfladen „zusammenklappen“, so dass eine Kugel mit Füllung entsteht. Jede Kugel in Zimtzucker rollen, die Kugeln sollten komplett davon bedeckt sein. Wenn die Kekse nicht tiefgekühlt sind, 13 Minuten bei 180 backen. Der Rand sollte leicht braun werden und das Innere nicht mehr teigig aussehen. 


Wenn ihr die Cookies auf Vorrat macht und tiefgekühlt habt, verlängert sich die Backzeit auf insgesamt rund 16-17 Minuten. 


Optional: 50 g weiße Schokolade schmelzen, in einen Spritzbeutel geben und im Zickzack über die Cookies geben. 


           Gekühlte Teigkugel auf Folie.    Folie drüber und platt drücken.  TK-Füllung daraufgeben.


  

          Mit der Folie zuklappen.       Nun mit Folie zu einer Kugel formen. Und in Zimtzucker wälzen
 


        Tiefgekühlte Cookies.                     Fertig gebacken.                       Mit weißer Schokolade dekoriert.

  



Ich hoffe, mein Rezept gefällt euch und wünsch euch schonmal ganz viel Spaß beim Nachbacken und vor allem vernaschen. Wenn ihr auf Instagram oder Facebook eure nachgebackenen Cookies teilt, verlinkt mich gerne. 

Habt eine schöne Woche! 
Dagi 

Mittwoch, 16. März 2022

Rezept Kokospudding-Torte mit Mango-Maracuja-Kompott

Servus Leute! 
Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es heute endlich mal wieder ein Rezept für euch. Ich habe grade mal nachgesehen und bemerkt, dass mein letzter Blogbeitrag schon Mitte Dezember war. Hoppala. Kurz nach dem letzten Beitrag musste ich mich einer Schulter-OP unterziehen, da ich schon seit über 1,5 Jahren Schmerzen hatte und es nur mit Physio leider nicht besser wurde. Den Januar verbrachte ich dann hauptsächlich auf der Couch oder bei Spaziergängen im Park. Anfang Januar konnte ich nach 2,5 Wochen Pause auch wieder mit meinem geliebten im See schwimmen weitermachen - wenn auch erstmal mit Schulter-Fixierung. 


Mitte Februar konnte ich dann endlich wieder arbeiten und mit meinen Backkursen weitermachen. Bis jetzt habe ich schon wieder 4 Kurse in München und 2 Kurse in Wien gehalten und übermorgen fahre ich schon wieder nach Wien für ganze drei Kurse (1x Dripcake-Kurs, 1x Fondant-Basic-Kurs, 1x privater Cupcake-Backkurs). 
Auch wenn ich momentan mit der Arbeit schon wieder ganz schön eingespannt bin, habe ich es mir nicht nehmen lassen, letzte Woche endlich mal wieder ein neues Rezept auszuprobieren. Genauer gesagt zu kreieren und dann zu backen. Schon länger spukte die Kombination Kokoscreme und Mango in meinem Kopf herum. Was gibt es denn schöneres, als sich den Sommer einfach in Form einer solchen Torte herbeizubacken? 
Ich (und meine Nachbarn, mehr dazu weiter unten) sind von der Tortenfüllung jedenfalls sehr begeistert. Cremig, fruchtig, exotisch - und megalecker. 

Beim Design entschied ich mich für einen Faultlinecake mit Gold und gefärbten Reispapier. Das Gold hat sich übrigens als nicht besonders nett herausgestellt - die Farbe trocknete nämlich nicht auf der Creme und daraufhin hat die graue Creme auf dem Gold nicht so gut gehalten. Aber dem Ergebnis sieht man die Probleme nicht an, oder? ;) 




Kokostorte mit Mango-Maracuja-Kompott
15cm Durchmesser

Tag 1: Biskuit backen, Kokospudding kochen, Kompott zubereiten, Reispapier-Segel machen

Tag 2: Kokoscreme aus Pudding herstellen, Torte füllen

Tag 3: Swiss Meringue anrühren, Torte einstreichen und fertigstellen



Für den Biskuit:

4 Eier L

170 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

2 Essl. heißes Wasser

170 g Mehl


Eier, Zucker, Vanillezucker und heißes Wasser 20-25 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen. Zwei 15cm Backformen am Boden mit Backpapier belegen und den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Mehl in drei Runden auf die Eiermasse sieben und mit dem Kochlöffel jeweils sehr vorsichtig unterheben. Auf die beiden Backformen verteilen und in 20-25 Minuten goldgelb backen, bis beim Stäbchentest kein roher Teig mehr hängenbleibt. 


Für den Kokospudding:

100 ml Milch

35 g Stärke

1 Eigelb

300 ml Kokosmilch

1 Teel. Vanillezucker

50 g Zucker

140 g Butter, zimmerwarm


Milch in eine Schüssel geben und mit der Stärke und dem Eigelb verrühren. Kokosmilch, Vanillezucker und Zucker in einem Topf verrühren. Unter Rühren zum Kochen bringen, Topf vom Herd nehmen und mit einem Schneebesen die Stärkemischung einrühren. Nochmal aufkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie direkt auf dem Pudding abdecken, damit sich keine Haut bildet. Komplett auskühlen lassen, gerne über Nacht. 


Butter cremig-weiß aufschlagen und den Pudding stückchenweise einrühren. 


Für das Mango-Maracuja-Kompott:

200 g frische reife Mango

200 ml Maracujasaft

15 g Speisestärke

5 g Zucker

1 Teel. Vanillezucker


Mango in kleine Stücke schneiden und 200 g davon abwiegen. 2 Essl. Saft mit der Stärke anrühren. Restlichen Saft mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen. Vom Herd nehmen, Stärkemischung einrühren und noch einmal aufkochen. Die Mango-Stücke einrühren und abkühlen lassen.



Für den Crunch: 

25 g Kokosspäne

25 g weiße Schokolade


Kokosspäne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie hellbraun sind. In kleine Stücke brechen. Weiße Schokolade mit einer groben Reibe reiben. 

Die Kokosspäne ist übrigens ein klitzekleines bisschen durchgeweicht, hat aber auch am nächsten Tag noch köstlich geschmeckt. 



Zusammenbau: 

Beide Biskuitböden je einmal waagerecht durchschneiden. Kokoscreme und Kompott in je einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Auf den ersten Boden zuerst eine dünne Schicht Creme auftragen. Anschließend einen Ring aus der Creme spritzen und dann eine Spirale aus Creme mit Abstand aufspritzen. In die Zwischenräume das Kompott geben (siehe Foto). 1/3 der Kokosspäne und 1/3 der Schokoladenspäne auf der Torte verteilen. Den nächsten Boden auflegen und genauso verfahren. 

Der oberste Boden sollte mit der „Backunterseite“ nach oben die Torte abschließen. 

Nachdem die Torte gefüllt war, stellte ich noch einen Tortenring herum - so kann nichts verrutschen und die Torte bleibt ganz gerade. Das ist aber kein muss. 
Mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, gerne über Nacht. 



Für die Swiss Meringue Buttercreme:

4 Eiweiß (160 g)

160 g Zucker

10 g Vanillinzucker

200 g Butter


Eiweiß, Zucker und Vanillezucker in einer hitzebeständigen Schüssel über einem leicht köchelnden Wasserbad unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen auf 65 Grad erhitzen.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und mit der Küchenmaschine zu einem lockeren, standfesten Eischnee aufschlagen. Wenn man ein nasses Geschirrtuch um die Schüssel wickelt, beschleunigt dies den Abkühlungsprozess übrigens enorm. 
Weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist. Das kann bis zu 10 Minuten dauern. 
Die Masse sollte nicht wärmer als die Butter sein, da diese sonst schmelzen kann.
Nach und nach die weiche Butter stückchenweise einarbeiten. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, weitere 3-5 Minuten schlagen, es kann evt. aber auch länger dauern.
Durch die Zugabe der Butter fällt der Eischnee zuerst wieder etwas zusammen aber keine Sorge, nach einiger Zeit wird die Creme wieder fest und hat dann eine perfekte Konsistenz. 

Fertigstellung:
Nun mit wenig Creme die Torte dünn einstreichen - diese 1. Schicht dient dazu, die Krümel zu binden. Nach einer halben Stunde im Kühlschrank ist diese Schicht fest und die Torte bereit für den finalen Einstrich. Dafür habe ich die restliche Creme mit Pasten-Lebensmittelfarbe (schwarz von Sugarflair) eingefärbt. Die Mitte der Torte wird nun mit einem breiten Pinsel und goldener Lebensmittelfarbe eingestrichen. Dabei sollte man sich nicht zuviel Zeit lassen, da die Creme an der Torte sonst weich werden kann. 
Die restliche graue Creme in einen Spritzbeutel mit flacher Tülle geben und das obere sowie das untere Drittel der Torte damit einstreichen. Die Übergänge können dabei ruhig etwas ungenau werden. Zum Schluss mit einer Teigkarte die Creme glatt ziehen. 
Und dann: Vernaschen. :) 
TIPP: Zum Lagern bitte im Kühlschrank deponieren, vor dem Vernaschen aber 30-60 Minuten vorher auf Raumtemperatur kommen lassen. Dadurch wird die Creme weicher und schmeckt viel aromatischer. 

Viel Spaß beim Nachbacken! 

Dagi 



Eine lustige Geschichte zum Schluss: 

Mein Mann und ich treffen uns coronabedingt zur Zeit mit niemanden in Innenräumen. Praktischerweise haben wir viele supernette Nachbarn, mit denen wir oft über den Balkon/Garten ratschen. Als ich diese Torte gemacht hatte, bleib ein wenig Creme und Kompott übrig. Ich fragte die Nachbarn direkt über uns, ob sie etwas davon probieren möchten. Max aus der 2. Etage hat dann eine Tasse mit Seil heruntergelassen, ich habe ihm etwas Restecreme hineingegeben und Alex aus der 1. Etage konnte beim Hochziehen auch noch probieren. :D 

So sah das dann von oben aus. :D 


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