Rezept für superleckere Baileys-Cake Pops und warum ein Cake-Pops nur 3 Minuten leben durfte.

Sonntag, 16. November 2014

Heute möchte ich euch gerne mal wieder eine meiner eigenen Kreationen vorstellen. Für den Geburtstag einer Freundin kreierte ich vor einiger Zeit Baileys Cake-Pops und um das ganze noch mehr zu "baileys-ieren" gab es als Dekoration noch selbstgemachte karamelisierten Baileys-Fugde dazu.
Achtung, dieses Rezept wie ich es gemacht habe, ist sehr aufwendig. Wer nicht stundenlang in der Küche stehen will, kann natürlich auch gekauftes Fudge klein schneiden, das Karamelisieren ist auch kein Muss (schmeckt aber wirklich vorzüglich) bzw. wenn ihr kein Fugde zur Hand habt, geht es natürlich auch ganz ohne die Karamelteilchen - dann einfach nur Zuckerstreusel oder ähnliches auf die Cake-Pops streuen.

Wenn ihr aber Zeit und Muße habt und wirkliche Hammer-Cake Pops haben wollte, hier das ganze Rezept.

Ich muss übrigens noch eine traurige Mitteilung machen. Der leckere Cake-Pop von diesem Foto durfte leider nicht alt werden. Gut, meine Cake-Pops werden normalerweise nie alt, weil sie schon in jungen Stunden/Tagen vernascht werden, aber diesem Cake-Pop waren nur rund 3 Minuten Zeit als Fotomodell vergönnt, bevor er einen tragischen Unfall hatte.... seht einfach selbst weiter unten, was genau passiert ist....

Hier aber erstmal wie versprochen das Rezept:

Baileys Cake-Pops mit karamelisierten Baileys-Fugde
(ca 30 Stück)



Für die Baileys-Fudges:
20 ml Kondensmilch
40 gr brauner Zucker
40 gr Zucker
30 gr Butter
1/4 Teel. Meersalz
20 ml Baileys Likör
60 gr Puderzucker

Eine ca 20 cm große, eckige Form mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten abwiegen. Kondensmilch, beide Zucker, Butter und Salz in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze erwärmen. Unter ständigem Rühren auf 115°C Grad erwärmen.
Vom Herd nehmen, Likör dazugeben und verrühren. Die Masse in die Schüssel einer Küchenmaschine geben. Den gesiebten Puderzucker in zwei Portionen dazugeben und mit dem Paddel-Aufsatz bei langsamer Geschwindigkeit jeweils gut verrühren.
Die Masse in die vorbereitete Form geben und auskühlen lassen.
Fudge in ca 0,5-0,8 cm große Würfel schneiden. Alle Würfel mit etwas Abstand auf einen großen Teller legen und die Oberseite mit einem Bunsenbrenner kurz karamelisieren lassen (dauert nur ein paar Sekunden). Abkühlen lassen, Würfel drehen und wieder die Oberfläche karameliseren.
--->Schmeckt auch schon lecker, wenn man nur eine Seite karamelisert, rundherum ist wirklich sehr viel Arbeit.

Für den Teig:

3 Eier
1 Pck. Vanillezucker
120 gr Puderzucker
60 ml Öl
125 ml Baileys
120 gr Mehl
1/2 Pck. Backpulver

Den Ofen auf 165 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Ein 24er oder 26er Springform am Boden und den Seiten mit Backpapier auslegen.
Eier schaumig rühren, dabei den Puderzucker und Vanillezucker einrieseln lassen und solange rühren, bis eine helle, schaumige Masse entstanden ist. Das Öl mit den Likören mischen und abwechselnd mit dem Mehl und Backpulver in die Eiermasse einrühren. In die Springform geben und ca 30-40 Minuten backen, bis beim Stäbchentest kein Teig mehr am Zahnstocher kleben bleibt.
Auskühlen lassen und in eine große Schüssel bröseln.

Für das Frosting:

70 gr weiche Butter
120 gr Frischkäse (Vollfettstufe)
120 gr Puderzucker
10 ml Baileys

Butter, Frischkäse und Puderzucker in eine Schüssel geben und mit einer Gabel verrühren, mit dem Likör zu den Kuchenbröseln geben und alles mit der Hand verkneten. Nun ca 25 gr schwere Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Falls die Masse zu weich sein sollte, für ca 60 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen. Die fertigen Kugeln für 20 Minuten in den Tiefkühler geben (oder 3-4 Stunden bzw über Nacht in den Kühlschrank).

Dekoration:
Baileys-Fudge
400-500 gr Kuvertüre, Vollmilch oder Zartbitter, je nach Geschmack
ca 30 Stück halbierte Schaschlikspieße oder Lollisticks

Kuvertüre klein hacken und im Wasserbad langsam schmelzen.
Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Spieße mit der Spitze in die Schokolade tunken und in die Teigkugeln stecken. Kurz kalt stellen, bis die Schokolade fest geworden ist. Nun die Teigkugeln in die Schokolade tunken, vorsichtig abschütteln und auf das Backpapier stellen. Sofort je ein Fudge neben den Stiel in die Schokolade drücken.

Dieses Rezept ist wie gesagt ziemlich viel Aufwand, aber es lohnt sich!

Jetzt möchtet ihr wahrscheinlich noch wissen, was mit dem Fotomodell-Pop passiert ist?
Wir hatten gerade das Setting für das Foto aufgebaut, den Cake-Pop auf das Tellerchen gestellt, ein paar Fudge drumherum gestreut, mein Mann hat vielleicht 5 Fotos gemacht, da ist es passiert! Das Rückwand-Brett, das nur lose an die Wand gelehnt war, ist mit einem "Wuuuuuusch" umgeklappt. Herausgekommen ist das hier:



Ich habe erstmal einen Lachanfall bekommen. Und gleichzeitig war ich sehr froh, dass hier keine aufwendig dekorierte Torte stand, an der ich stundenlang gearbeitet hatte, sonder nur ein einzelner Cake-Pop.
Glücklicherweise waren bei den wenigen gemachten Fotos schon ein sehr hübsches Bild dabei, siehe oben.

So jetzt wünsch ich euch viel Spaß beim Nachbacken!
Dagi <3


Ein Wochenende in Hamburg oder wie ich das erste Mal in meinem Leben etwas gewonnen habe

Donnerstag, 13. November 2014

Kennt ihr das? Ihr macht immer wieder bei Gewinnspielen mit, habt aber noch nie etwas gewonnen? So geht es mir seit ich denken kann und deshalb mache ich bei Gewinnspielen mittlerweile eigentlich gar nicht mehr mit.
Als ich im Frühjahr angeschrieben wurde, ob ich nicht bei einem Almondy-Fotowettbewerb mitmachen möchte, bei dem man eine Reise in meine zweitliebste Stadt Hamburg inklusive einem professionellen Torten-Fotoshooting gewinnen kann, dachte ich mir, ich habe ja nichts zu verlieren und habe mitgemacht. Einige Tage später kamen per Kurier drei Tiefkühltorten von Almondy (ja genau, diese leckeren Torten, die es in den Ikea-Restaurants immer gab), wovon wir eine fotografiert und alle gegessen haben.
Und das Unglaubliche ist passiert: Ich habe gewonnen! Bzw. wir, also mein Mann und ich haben gewonnen, er hat nämlich das Gewinnerfoto gemacht.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle, die für uns gevotet haben und unseren Trip so möglich gemacht haben.

So kam es, dass mein Schatz und ich Ende Oktober für ein verlängertes Wochenende nach Hamburg geflogen sind. Flug und eine Hotelübernachtung wurden von Almondy bezahlt und wir haben noch ein paar Tage daran gehängt, um Freunde in Hamburg zu besuchen.
Nach der Ankunft am Flughafen ging es direkt mit dem Taxi ins Fotostudio Seiffe, einem Studio, das sich ganz der Food-Photography verschrieben hat. Zur Begrüßung gab es gleich mal Prosecco und Franzbrötchen (YAY, ich liiieebe diese Zimtdinger, wahrscheinlich deswegen weil es die bei uns in München nicht gibt).

Dann ging es auch schon los. Die Aufgabe war es eine Almondy-Torte hübsch in Szene zu setzen. Dafür hat mir Fotograf Arvid erstmal das Lager mit Tellern, Tortenplatten, Tüchern, Dekorationsartikel und und und gezeigt. Und ich sollte etwas aussuchen! Das war gar nicht so einfach, angesichts der RIIIIIESEN-Auswahl. Platten in weiß, gelb, lila, grün, blau, im Vintage-Stil oder aus Steingut, aus Glas oder Porzellan. Dazu gab es noch ungefähr ein 5m langes Regal NUR mit weißem Geschirr. Am liebsten wäre ich in dem Lager eingezogen bzw hätte alles mitgenommen, aber da meine 60qm Wohnung leider eh schon ziemlich voll ist... Ich glaub ich brauch eine größere Wohnung....oder ein Tortenplattenlager.

Während ich die Qual der Wahl bei der Auswahl der Tischplatte, Teller und sonstige Deko hatte, machte mein Mann fleißig "behind the scenes Fotos", die ihr hier nun sehen könnt. Ich bin übrigens die mit dem gepunkteten Rock und der grünen Jacke.

Im Heiligsten: Dem Geschirr- und Dekorations-Lager


Nach der Auswahl der "Tischplatte" und des Hintergrundes ging es an den Aufbau. 


Mal ehrlich: Wie soll man sich da bitte entscheiden??


Tortenbäckerin und Fotograf bei der Arbeit.
 

Nein, ich habe den Stoff nicht passend zu meinem Rock ausgewählt. *hüstel*


Sieht das nicht zum Anbeißen aus?!

"Siehst du Dagi, so wird das gemacht."


Alle arbeiten und ich teste den Kuchen - das ist schließlich auch ein wichtiger Job! 

 Erwischt!

Nach der Mandeltorte mit leicht gerösteten Mandelblättchen haben wir noch eine Milka-Schokoladenmousse-Torte in Szene gesetzt.


 Die fertigen Fotos. Wunderschön, wie aus einem Backbuch <3 <3



Fotograf Arvid und ich


 Mein Mann Jens und ich

Die ganze Truppe. Vielen lieben Dank für diesen tollen Tag! Danke an Almondy, Studio Seiffe, Fotograf Arvid und Jessica und Kerstin von Anttrail für die Organisation dieses Tages! Es hat superviel Spaß gemacht und ich konnte viel über Food-Photography lernen. Ich hoffe, ich kann es bald umsetzen, einen Stapel bunte Stoffservietten habe ich immerhin schon gekauft!
Dagi <3 

Eine 4stöckige Hochzeitstorte für Andrea und Florian

Dienstag, 28. Oktober 2014

Heute möchte ich euch gerne eine Torte zeigen, die ich bereits Anfang September gebacken habe. 

Dieses Jahr bin ich tortentechnisch wirklich hoch hinaus gekommen. Im Frühsommer konnte ich zum 60. Geburtstag meiner Mama meine erste 3stöckige Torte backen und nun im September zur Hochzeit meiner Schulfreundin Andrea direkt meine erste 4stöckige Hochzeitstorte.

Andrea bekommt schon seit Jahren jedes Jahr zum Geburtstag eine Torte von mir und da war dann natürlich recht schnell klar, dass ich auch die Hochzeitstorte machen sollte.
In ein paar gemütlichen Brunch-Runden sprachen wir über Inhalt, Farben und Dekor der Torte und entschieden uns für Torten mit gelben Fondant in verschiedenen Farb-Abstufungen und ein üppiges Blumengesteckt aus Hibiskusblüten und Callas. Außerdem sollten die Initialen des Brautpaares auf die Torte.
Die Blüten habe ich alle handgemacht und wurden noch bis 1:30 Uhr in der Nacht vor der Hochzeit gesteckt. Die Blumen und die Initialen sind komplett aus Blütenpaste und auf Draht.

Das größte Kompliment haben mir übrigens ein paar Hochzeitsgäste gemacht. Die schauten sich die Torte gerade etwas genauer an und meinten dann ganz überrascht "Hui, ich dachte, das sind echte Blumen!"






In den obersten beiden Etagen der Torte verstecken sich übrigens zwei Schokotorten mit Schokoganache, in der nächsten Etage war ein Eierlikörkuchen ohne Eierlikör (stattdessen mit Vanillesauce, sehr lecker) mit Windbeutelfüllung und in der untersten Etage wieder ein "Eierlikörfreier Eierlikörkuchen", dieses Mal gefüllt mit einer Erdbeer-Mascarpone-Creme - meiner Lieblingsfüllung für Motivtorten.
Wer sich noch für die Maße interessiert: Die Etagen waren 25cm, 20cm, 15cm und 10cm breit und alle 9-10cm hoch.

Liebe Andrea, lieber Flo, ich wünsche euch von Herzen alles Liebe für eure Ehe!

Dagi <3

Die intolerante Isi und ihr Food Truck

Montag, 6. Oktober 2014

Heute möchte ich euch ein Start-up vorstellen, was mir besonders am Herzen liegt:
Die intolerante Isi ist seit diesem Sommer mit ihrem intoleranten Food Truck auf den Straßen Münchens unterwegs, um frische Leckereien für Menschen mit Lebensmittel-Intoleranzen anzubieten.


Kennengelernt haben Isi und ich uns bei einem meiner Vintage-Cupcake-Kurse Anfang dieses Jahres und dabei habe ich zufällig von ihrem Projekt erfahren. Das Thema hat mich von Anfang an fasziniert, da mittlerweile immer mehr Leute an laktose-, gluten-, fruktose-, Milchprodukte- oder sonstigen Intoleranzen leiden. Ich persönlich habe zwar abgesehen von Heuschnupfen und einer Tierhaarallergie (byebye Miezekatze, die ich gerne mal gehabt hätte) gottseidank keine Nahrungsmittelallergie, aber einige meiner Freunde müssen sich damit herumschlagen. Deshalb habe ich schon mitbekommen, dass es dabei nicht immer einfach ist, etwas zu essen zu finden.

Und hier kommt die intolerante Isi ins Spiel. :) Um möglichst vielen Menschen ihre leckeren Whoopie Pies, Sandwiches, frische Smoothies und vieles mehr anzubieten, ist sie mit ihrem Food Truck jede Woche auf verschiedenen Standplätzen in München anzutreffen. Die aktuellen Plätze der nächsten Tage kann man jeweils auf ihrer Homepage nachlesen.

Den Food Truck kann man auch für Events buchen und Isi ist auch immer wieder auf Festivals, vor wenigen Wochen z.B. auf dem Streetlifefestival und dem Isi Isarinselfest.
Die "Intoleranten", die keinen Platz bzw. Bedarf für einen ganzen Food Truck haben, können die Leckereien natürlich auch als ganz normales Catering bestellen. Oder einen "intoleranten" Geburtstagskuchen für ein "intolerantes" Geburtstagskind.Wer schon einmal einen glutenfreien Kuchen gebacken hat, weiß, dass das gar nicht so einfach ist, weil man viele Sachen beachten muss.

Für Menschen mit Intoleranzen, die auch zuhause "Intolerant" backen oder kochen lernen möchten, bietet Isi übrigens auch "intolerante" Koch- und Backkurse an, die Kurse sind buchbar über meine Seite www.mybackkurs.de.

Letzte Woche habe ich Isi und ihren Truck besucht und mich einmal durch das Sortiment geschlemmt.


An diesem Tag war es richtig herbstlich kühl und so habe ich mich gleich auf mein warmes, frisch getoastetes Sandwich mit Zuccini, Augergine, Mozzarella und Basilikum gestürzt. Wenn es jetzt dann noch kühler wird, bietet Isi auch heiße Suppen und Curries und noch mehr warme Sandwiches an. 

Der Quinoasalat mit Gurke, Radischen, Lauchzwiebeln, Avocado, Hirtenkäse und Joghurt-Dill-Dressing hat mich auch so angelacht, allerdings war ich nach dem Sandwich und Whoopie schon zu satt. Beim nächsten Mal muss ich den unbedingt probieren!

Pünktlich zur Wiesn-Zeit gab es gebrannte Mandel-Whoopies (suuuuuperlecker) und die klassischen Oreo-Whoopies (auch superlecker). Beide Whoopies sind laktose- und weizenfrei.

Ist er nicht süß, der lila Truck?

So und jetzt gleich nochmal nachschaun, wo ihr Isi in den nächsten Tagen besuchen könnt und gleich mal bei ihr vorbeischaun.

Video mit Backbuchautorin und Moderatorin Jill Schirnhofer und mir: Lebkuchenherzen selber machen

Dienstag, 30. September 2014

Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für euch!
Seit kurzem gibt es nämlich ein Video von mir, in dem ihr sehen könnt, wie ich mit Backbuch-Autorin, Backsendungs-Moderatorin und Bloggerin (Mylifeissweet.de) Jill Schirnhofer Lebkuchenherzen backe und dekoriere.

Links: Ich - Rechts: Jill

Die gebürtige Amsterdamerin Jill (mit einem zuckersüßen holländischen Akzent) ist vor kurzem nach Berlin gezogen und kam vor ein paar Wochen nach München, um ein paar Videos für ihren Youtubekanal "Mädchenkram" der Zeitschrift Mädchen zu drehen.
Durch Zufall haben sich unsere Wege gekreuzt, wir so hatten einen Nachmittag im September viel Spaß beim kneten, ausrollen, dekorieren und naschen und ihr könnt mich nun mal live sehen. Für mich war das etwas ganz neues, da ich noch nie vor der Kamera gestanden bin, aber ich denke, ich habe mich nicht soo schlecht geschlagen.



Nach 2,5 Stunden ausrollen, backen und dekorieren in High Heels haben wir lieber ohne Schuhe weitergedreht.


Die wundervolle Küche gehört übrigens leider leider nicht mir (ich backe zuhause auf übersichtlichen 7,5qm), sondern meiner Freundin Petra. Sie hat uns ihre Küche "geliehen", obwohl sie zu der Zeit noch nicht mal in München war! Vielen lieben Dank nochmal liebe Petra! :*
Ich konnte mich letzte Woche sogar schon bei Petra revanchieren, indem ich ihr als Überraschung High Heels-Cupcakes gebacken hatte. Sie wusste nur, dass ich etwas selbstgebackenes mitbringe und hat sich sehr gefreut! :)


Wenn ihr jetzt auch auf den Geschmack gekommen seid, das Lebkuchen-Rezept meiner Oma findet ihr hier und das Rezept für das Royal Icing hier.

Eine schöne Woche euch!
Dagi

Cupcake-Schuhe mit Rezept und Tutorial

Sonntag, 28. September 2014

Vor einiger Zeit entdeckte ich Cupcakes im Internet, die aussahen wie Schuhe! Und wieder hatte ich eine Sache mehr auf meiner imaginären "to back-Liste".
Als ich nun letztens ein Dankeschön für eine liebe Freundin brauchte, sind mir diese Schuh-Cupcakes wieder eingefallen. Diese Freundin liebt nämlich Cupcakes UND Schuhe. Das perfekte Geschenk also. :)

 

Für die Damen oder Herren, die sich nun gerne in Zukunft ihre Schuhe selbst backen möchte, habe ich hier Rezept und Anleitung zu meinen High Heels-Cupcakes (Vanille-Cupcakes mit Swiss Merengue-Creme).
Die Swiss Merengue Buttercreme stand auch schon länger auf besagter to back-Liste und so konnte ich gleich zwei Rezepte mit einer Klappe schlagen. Im Internet kursieren ja sehr viele verschieden Swiss Merengue Rezepte, da war die Wahl für ein Rezept gar nicht mal so einfach. Ich habe dann ein recht klassisches mit etwas Vanilleextract ausgesucht.
Ich bin immer etwas vorsichtig mit rohem Ei, aber da die Masse erhitzt wird, sollte es kein Problem sein, laut Internet ist die Creme 2-3 Tage im Kühlschrank haltbar. Wenn ihr die Creme im Kühlschrank lagert, unbedingt vor der Verarbeitung auf Zimmertemperatur kommen lassen, da die Creme sonst sehr hart ist.
Ich finde diese Creme übrigens eine tolle Alternative zu einer herkömmlichen Buttercreme, da sie eine tolle, seidige Konstistenz hat und nicht so schrecklich süß ist, allerdings würde ich beim nächsten Mal die Butter etwas reduzieren, da sie schon recht buttrig ist.

Am hübschesten sieht es übrigens aus, wenn die Farbe der Papierförmchen mit den Zuckerperlen harmoniert, also z.B. rosa Förmchen mit rosa Zuckerperlen. Ich habe drei verschiedene Farben genommen, ihr könnt aber natürlich auch nur eine oder gleich 8 verschiedene Farben auswählen.



High Heels Cupcakes
(ca 18 Stück) 
Für den Teig:
80 gr weiche Butter
280 gr Zucker
1 Pck. Vanillezucker
240 gr Mehl
1 Essl. Backpulver
1/4 Teel. Salz
2 große Eier
240 ml Vollmilch

Den Backofen auf 190°C (Umluft 170°C) vorheizen. Die Papierförmchen in die Mulden des Muffinsblechs setzen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Mehl, Backpulver und Salz mit der Küchenmaschine (oder Handrührgerät) bei niedriger Geschwindigkeit vermischen, bis eine sandige Masse entstanden ist.
Eier und Milch verquirlen. Drei Viertel davon langsam unter die sandige Masse rühren, bis alles gut verbunden ist. An den Schüsselwänden haftende Zutaten mit einem Teigschaber lösen. Die restliche Eiermilch zugießen und alles bei mittlerer Geschwindigkeit zu einem glatten Teig verrühren.
Die Papierförmchen zu gut der Hälfte mit dem Teig füllen. (Nicht wundern, der Teig ist recht flüssig). Im Backofen (Mitte) 18-20 Minuten backen, Stäbchentest nicht vergessen. Kurz auskühlen lassen, dann aus dem Blech lösen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Swiss Merengue-Creme:
 3 Eiweiß
180 gr Zucker
1 Prise Salz
270 gr Butter, Zimmertemperatur
1/2 Teel. Vanilleextract
    Eiweiß, Zucker und Salz in eine große Schüssel (am besten die Schüssel der Küchenmaschine) geben und über dem Wasserbad und leichtem Rühren auf 60-65 Grad erwärmen. Das ist wichtig, damit das Eiweiß pasteurisiert wird. Wenn 60 Grad erreicht sind, Schüssel vom Herd nehmen und mit der Küchenmaschine aufschlagen. Die Masse soll komplett abkühlen, dabei muss sie ununterbrochen geschlagen werden, dass kann 10 Minuten dauern.
    Wenn die Masse kalt ist, die Butter stückchenweise zur Creme geben und jeweils gut unterrühren. Achtung, wenn man die Butter in die noch warme Creme gibt, schmilzt sie! Zum Schluss den Vanilleextract dazugeben und verrühren.

    Für die Dekoration:
    - 200 gr weiße Schokolade
    - Kekse in länglicher Form (z.B. Belvita Frühstückskekse sind perfekt) für die "Sohle"
    - Kekse/Schokoriegel (z.B. Duplo) in Röllchenform für den "Absatz"
    - nach Geschmack Kokosflocken, verschiedenfarbige Zuckerstreusel
    - Fondant, in Schleifenform, Fondant in Broschenform

    Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die länglichen Kekse passend zuschneiden, sie sollten zum Absatz hin schmaler werden (Belvita Frühstückskekse haben schon eine perfekte Form und müssen nur auf einer Seite etwas gekürzt werden).


    Die "Absatz"-Kekse/Schokoriegel etwas kürzen, dabei einen "Sohle"-Keks und einen Cupcake zur Hilfe nehmen, um die perfekte Länge zu finden. 

    Jeden Keks mit einem Messer mit der geschmolzenen Schokolade bestreichen und zum Trocknen auf ein Blech mit Backpapier legen. Im Kühlschrank fest werden lassen. Die geschmolzene weiße Schokolade noch nicht aufessen, die brauchen wir später noch als Kleber für die Schuhe.

    Creme in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und Swirls auf die Cupcakes spritzen. 

     Streusel in Schälchen füllen und die Cupcakes vorsichtig darin wälzen. 

    Mit einem spitzen Messer einen Spalt in die Cupcakes schneiden.
    Wenn die Schokolade der "Sohle" fest ist, die Creme in einen weiteren Spritzbeutel füllen und ein ca 0,5cm großes Loch an der Spitze herausschneiden. Keks am breiten Rand festhalten und an den übrigen drei Rändern einen dünnen Streifen Creme aufspritzen.
    TIP: Die mit der Schokolade bestrichenen Kekse am besten ein paar Minuten im Kühlschrank lagern, damit die Schokolade ganz fest wird und man keine Fingerabdrücke darauf bekommt.

    Nun den Cremerand vorsichtig in den Zuckerstreuseln wälzen. Den eingeschnittenen Cupcake nehmen, an den beiden Spaltenden festhalten, damit der Spalt aufgedrückt wird und den Keks mit der Streuselfreien Seite in den Cupcake stecken. Nun entweder einen Helfer die "Sohle" halten lassen oder eine kleine Tasse o.ä. unter die "Sohle" stellen. In der Zwischenzeit etwas geschmolzene Schokolade auf den "Absatz" auftragen und mit der "Sohle" verkleben. Das muss nun 18x wiederholt werden.

    Wenn du jetzt sagtst, HUI, das ist viel Arbeit!
    Ja, stimmt. Ich selbst hatte nach 10 Schuhen keine Lust (und keine Duplos) mehr und habe auf die restlichen Cupcakes einfach Swirls gespritzt. Kam auch so sehr gut an.


    TIP: Wenn du die Cupcake-Schuhe transportieren möchtst, stelle sie am besten vorher in den Kühlschrank, bis die Schokolade fest ist, - sonst kann der Absatz abgehen. Beim Herausnehmen aus der Transportbos bitte immer am Cupcake UND den Absatz nehmen.

    FAZIT: Die Schuh-Cupcakes sind zwar WIRKLICH viel Arbeit, aber es lohnt sich! Ich hatte meiner Freundin die Cupcakes in der Arbeit vorbeigebracht und da sie nicht alle Törtchen mitnehmen wollte, hatten die Kolleginnen auch noch etwas davon. Und die haben sich auch unheimlich gefreut und waren begeistert von den essbaren süßen Schuhen.

    Jetzt wünsch ich euch viel Spaß beim Nachbacken!
    Dagi <3

    Ein bayrischer blau-weißer Wiesn Sweet Table

    Dienstag, 23. September 2014

    Hui, ist mein letzter Blogbeitrag wirklich schon über 4 Wochen her?!
    Das lag weniger daran, dass es nichts zu erzählen gab, sondern eher daran, dass zuviele Events in den letzten Wochen anstanden, so dass ich einfach nicht dazugekommen bin, etwas für euch aufzuschreiben.

    Jetzt sind aber die stressigen Wochen mit einer 4stöckigen Hochzeitstorte für eine Freundin (dazu bald mehr), einigen Kursen (auch dazu bald mehr) und mein großer bayrischer Sweet Table zum Wiesn-Beginn geschafft und ich habe endlich wieder Zeit und Muße, einen Beitrag zu schreiben.



    "Wiesn-Sweet-Table??" Werden sich jetzt eventuell einige treue Leser/innen denken? "Hat sie das nicht schonmal gemacht?"
    Ja, hab ich. Und zwar bereits 2012 und 2013. Kleine Geschichte dazu: Mein Mann trifft sich seit einigen Jahren mit einer Handvoll Freunden zum Wiesn-Anstich und läutet mit einem gemütlichen Weißwurst-Frühstück und einer Mass Wiesn-Bier daheim die Wiesn ein. Aus diesem kleinen Festchen wurde mit den Jahren ein immer größeres Event, was wir in unserer 60qm Wohnung hier ausrichten. Seit 3 Jahren backe ich jedes Jahr einen Sweet Table und versuche mich dabei jedes Mal zu steigern.

    Bereits vor Monaten begann die Planung und ich machte mir Gedanken, welche Leckereien und Dekoration ich gerne möchte. Schon vor 2-3 Monaten hatte ich beschlossen, dass ich uuuunbedingt einen Holzlatten-Hintergrund möchte. Eine passende Tapete war schnell im Internet gefunden, die Befestigung war dann schon weit schwieriger. Mein Mann hat es dann aber doch geschafft, mithilfe von zwei dünnen Holzlatten die Tapete vorrübergehend an der Wand zu befestigen.
    Weinkisten für die Deko hatte ich mir schon vor einiger Zeit besorgt und nachdem mein Schatz auf meinen Wunsch auch noch ein Baumarkt-Brett als Untergrund hellblau lackiert hatte, war das Grundgerüst des Buffets schon so gut wie fertig.

    Bei der Papeterie-Dekoration hatte dieses Jahr das große Glück, dass meine Freundin Johanna mir sehr geholfen hat. Sie macht Stampin Up und mit ihren Schneidemaschinen, Cuttern, Stempeln und vielen anderen tollen Sachen haben wir die Aufsteller, "Eat-me"-Schildchen, die hübsche Torten-Wimpelkette, Cookie-Tütchen und die zweierlei Cupcake-Wrapper gebastelt. Vielen lieben Dank nochmal Johanna! <3
    Wenn ihr übrigens auch gerne so hübsche Sachen haben bzw machen möchtet, schaut doch mal auf ihrem Blog Glitzerwunderland vorbei, da könnt ihr auch Sachen bestellen.


    - Zwetschgentorte nach einem Rezept vom Backbube mit einer München-Skyline 
    (die Silikonform für die Skyline gibt es bei der Mould Manufaktur
     

    - Cake Pops mit weißen und blauen Candymelts

    - Cupcakes mit Fondantüberzug und weiß-blauen Rauten 
    (wer wissen möchte, wie das geht, kann einen meiner Vintage-Cupcake-Kurse besuchen)

    - Apfelstrudel-Cupcakes (der Dauerbrenner auf meinen bayrischen Sweet Tables)


    - Lebkuchenherzen (nach meinem Lieblings-Lebkuchen-Rezept)

    - Zamperl-Kekse (wieder Lebkuchen, hier mit Royal Icing-Überzug 
    und Zamperl (kleine Hunde) aus Fondant)

    - gebrannte Mandel-Cookies (der ABSOLUTE FAVORIT der Gäste)
    Sogar die Cookie-Tütchen hat Johanna gebastalt, 
    passend gestempelt mit "Servus" und "Iss mich".

    - selbstgemachte gebrannte Mandeln

    - Sweets (blaue Maoams und weiß-blaue Marshmallow-Wolken von World of Sweets

     

    - Da ich aus Faulheit Zeitmangel nur 6 Fondant-Cupcakes gemacht habe, gab es außerdem noch einige Cupcakes mit weißer Schokoladecreme in weiß-blau.
     


    Während ich den Sweet Table gebacken und aufgebaut habe, hatte mein Mann rund 150 Wolken handgeschnitten und an die Decke gehängt. Das diesjährige Motto war nämlich "Himmel der Bayern".

    Endlich hab ichs geschafft! 
    Neuer Sweet Table, neues Dirndl, neue Frisur.

    Johanna (links) und ich

    Auch wenn es wieder sehr viel Arbeit war, hat mir dieser Sweet Table wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf den Wiesn-Sweet Table 2015.
    Mein Mann hat letztens den tollen Vorschlag gemacht, dass wir ab sofort Wiesn-Motto-Partys machen und quasi die einzelnen Zelte bzw. Fahrgeschäfte nachstellen.
    Jetzt bin ich schon am überlegen, ob ich als nächstes einen Geisterbahn-Grusel-Sweet Table oder einen ZirkusZirkus Sweet Table mache. Aber gut, dass ich noch 51,5 Wochen Zeit für die Planung habe. :D

    Und was sagt ihr, wie gefällt euch mein Buffet?
    Dagi <3

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