Mittwoch, 8. Februar 2023

Bounty-Torte - eine meiner neuen Lieblingstorten

In wenigen Wochen finden in München und Wien meine ersten ComicCake-Kurse bzw. CartoonCake-Kurse statt. Dieses neue Kursthema für DIE Trendtorte des Jahres habe ich im Herbst 2022 erstmals ausgeschrieben und ich glaube, das war der erfolgreichste Start eines neuen Kurses in über 10 Jahren Backkursen. Die Kurse füllten sich so unglaublich rasant, dass ich immer mehr Termine ausgeschrieben habe und nun insgesamt 5 Kurse nur im ersten Halbjahr geben werden: 

ComicCake-Kurs in München-Westend:
11.03.23 - ausgebucht, Warteliste möglich

ComicCake-Kurs in Wien, 7. Bezirk: 
18.03.23 - ausgebucht, Warteliste möglich
15.04.23 - ausgebucht, Warteliste möglich

Wenn du dich für einen der freien Termine anmelden und/oder bei den ausgebuchten Kursen auf die Warteliste setzen lassen möchtest oder Fragen zum Kurs hast, schreib mir einfach eine mail an home(at)mybackkurs.de. 


Um sehr gut auf dieses neue Kursthema vorbereitet zu sein, habe ich letzte Woche wieder mal einen ComicCake gebacken. Nach meinen bisherigen CartoonCakes mit Donuts und Cupcakes als Deko entschied ich mich nun für eine süße Melonen-Deko. Die Melonenstücke bastelte ich aus Fondant und ließ sie 2-3 Tage gut durchtrocknen. Die restliche Dekoration ist aus Buttercreme bzw. Fondant. 

Gefüllt ist das gute Stück mit einer neuen Torten-Kreation von mir. In den letzten Wochen hatte ich ständig Lust auf eine Bounty-Torte (evt. liegt das an meinem neuen Kokos-Duschgel) und nun hatte ich endlich die Gelegenheit, meinen Plan umzusetzen. Als Creme verwendete ich meine Kokospuddingcreme, die ich für diese Kokos-Torte mit Mango-Maracuja-Kompott kreiert hatte. Mit den frischen Mangos übrigens auch eine extrem leckere Kombination. 
Wenn ich Puddingcremes zum Füllen nehme, backe ich am liebsten einen luftigen Biskuit dazu - ansonsten könnte die Torte vom Gefühl her schnell zu schwer werden. Getoppt wurde die Creme und Schoko-Biskuit noch mit reihenweisen Bountys - wie es sich für eine Bountytorte schließlich gehört. 

Diese Torte ist übrigens soooo gut, dass sie sogar meinem Mann geschmeckt hat und er sich noch ein Stück geholt hat. Das ist insofern eine Nachricht wert, da er (vermutlich wegen dem jahrelangen Überangebot an Kuchen) eigentlich gar keinen Kuchen mehr mag. Und Kokos mag er eigentlich auch nicht. Sein einziger Kritikpunkt: Er hätte sich mehr Bountys gewünscht. :D 

Eines der größten Komplimente hat mir übrigens meine Nachbarin und Testesserin Anna gemacht: Als ich ihr das Foto der Torte zeigte, um sie zu fragen, ob sie ein Stück möchte, fragte sie, ist das ein Foto? :) 


Bounty Torte 

für eine 15cm Torte


Für den Biskuit:

4 Eier L

170 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

2 Essl. heißes Wasser

130 g Mehl

45 g Kakao ungesüßt

1 Teel. Backpulver


Eier, Zucker, Vanillezucker und heißes Wasser 20 Minuten auf hoher Stufe mit der Küchenmaschine aufschlagen. Währenddessen Backofen auf OberUnterhitze 170 Grad vorheizen und zwei 15cm Backformen am Boden mit Backpapier belegen. Mehl, Kakao und Backpulver in drei Runden über die Eiermasse sieben und mit dem Kochlöffel vorsichtig unterheben. Auf die beiden Formen aufteilen und 22-25 Minuten backen, bis beim Stäbchentest kein Teig mehr kleben bleibt. 

Auskühlen lassen und am besten erst am nächsten Tag schneiden (so krümelt der Kuchen weniger). 


Es kann losgehen mit dem Füllen.


Für den Kokospudding:

200 ml Milch

200 ml Kokosmilch

35 g Speisestärke

1 Eigelb

1 Teel. Vanillezucker

50 g Zucker

140 g Butter, zimmerwarm

170 g (3 Doppel-) Bountys, klein geschnitten (oder mehr :D)


100 ml der Milch in einen Messbecher geben und mit der Stärke und dem Eigelb verrühren. Restliche Milch mit der Kokosmilch, Vanille und Zucker in einem Topf verrühren. Unter Rühren zum Kochen bringen, Topf vom Herd nehmen und mit einem Schneebesen die Stärkemischung einrühren. Nochmal aufkochen lassen. In eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie direkt auf dem Pudding abdecken, damit sich keine Haut bildet. Komplett auskühlen lassen, am besten über Nacht bei Raumtemperatur. 

Butter in ca. 3-5 Minuten cremig-weiß aufschlagen und den Pudding stückchenweise einrühren. Falls Stückchen enthalten sind, Creme durch ein grobes Sieb passieren. 





Zusammenbau: 

Beide Böden je einmal waagerecht durchschneiden. Den ersten Boden auf eine Platte stellen und mit 1/3 der Creme bestreichen. 1/3 der kleinen Bounty-Stücke darauf verteilen und etwas festdrücken. Die nächsten Böden und restliche Creme ebenso verfahren. Als „Deckel“ sollte eine „Backunterseite“ mit der Unterseite nach oben abschließen - so hat man später einen schön geraden Kuchen. Mindestens 3 Stunden oder über Nacht kalt stellen. 


Für die Swiss Meringue Buttercreme:

160 g Eiweiß

160 g Zucker

12 g Vanillinzucker

200 g Butter, zimmerwarm


Eiweiß, Zucker und Vanillinzucker in einer hitzebeständigen Schüssel über einem leicht köchelnden Wasserbad unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen auf etwa 65 Grad erhitzen.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und mit der Küchenmaschine zu einem lockeren Eischnee aufschlagen. Weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist. 
TIPP: Ein nasses Geschirrtuch außen um die Schüssel geben, dann kühlt die Masse schneller ab. 
Nach und nach die weiche Butter stückchenweise einarbeiten. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, weitere mindestens 3-5 Minuten schlagen. Durch die Zugabe der Butter fällt der Eischnee zuerst wieder etwas zusammen und nach einiger Zeit wird die Creme wieder fest und hat eine perfekte Konstistenz.
Die Torte rundherum mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen und kühl stellen. Mit dieser 1. Schicht werden die Krümel gebunden. Nach ca 10-15 ist diese Schicht fest und es kann noch eine 2. Schicht aufgetragen werden. 

Anschließend wieder in den Kühlschrank stellen und nach Wahl dekorieren. 


Nun wünsche ich dir schonmal ganz viel Spaß beim Nachbacken dieser superleckeren Bountytorte. Und falls du gerne lernen möchtest, wie so ein ComicCake hergestellt wird, melde dich einfach für einen meiner Backkurse in München oder Wien an. 

Habt eine schöne Woche
Dagi





Sonntag, 5. Februar 2023

Tutorial - marmorierte Kekse mit Royal Icing

Heute habe ich zur Abwechslung mal wieder ein Tutorial für euch. Lang lang ists her, dass ich so etwas das letzte Mal geschrieben habe. Aber kürzlich habe ich eine neue Technik ausprobiert, die einerseits recht einfach und trotzdem sehr ansprechend ist, das will ich euch einfach nicht vorenthalten. 

Marmorierte Kekse mit Royal Icing 


Wenn man Butterkekse macht und diese hübsch dekorieren möchte, hat man ja so einige Möglichkeiten, die alle ihre jeweiligen Vor- und (teilweise auch) Nachteile haben: 
- mit Zuckerguss (superschnell aber auch super langweilig)
- mit Royal Icing gespritzt (sehr hübsch, aber auch schwierig und sehr aufwendig)
- mit Fondant (dauert nicht sooo lange, aber viele Menschen essen nicht so gerne Fondant)
- mit Royal Icing marmoriert (sehr schnell, sehr einfach, sehr beeindruckend)

Für meine marmorierten Kekse bereitete ich meine Lieblings-Butterplätzchen in Baby-Motiven zu und rührte anschließend Royal Icing an. Diesselbe Icing-Masse nehme ich übrigens auch für meine geliebten Lebkuchenherzen. In diesem Fall wird allerdings eine etwas flüssigere Konsistenz verwendet. 

Für den ersten Versuch sind die Kekse auch schon echt ansehnlich geworden, oder? Was ich aber beim nächsten Mal defintiv anders machen werde: 
Da ich intensives pink und ein kräftiges rot mit hellrosa gemischt hatte, überwogen die kräftigen Farben und die Marmorierung kam nicht so schön raus, wie es hätte sein können. Also lieber nur eine dunkle Farbe verwenden, z.B. weiß-hellrosa-pink und darauf achten, dass die hellen Farben auch gut zur Geltung kommen. 

Marmorierte Icing-Kekse
(ich habe 16 Kekse damit dekoriert, das Icing hätte aber auch für mehr Kekse gereicht)

42 g Eiweiß
250 g Puderzucker
9 g Speisestärke
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz

3-3,5 Teel Wasser
Pasten-Lebensmittelfarben (z.B. von Sugarflair)

Alle Zutaten außer Wasser und Farbe in eine fettfreie Rührschüssel geben und mit dem Paddel auf der niedrigsten Stufe 10 Minuten verrühren. 
Nun muss die Konsistenz angepasst werden. Gib 1 Teel. Wasser zum Icing und verrühre es gut. Mach mit deinem Löffel ein "Häufchen" auf das Icing und zähle bis 8. Nach 8 Sekunden sollte die Masse wieder komplett glatt sein. Wenn das Icing noch zu fest ist, rühre einen weiteren Teelöffel Wasser ein. Ich habe 3-3,5 Teelöffel Wasser dazugegeben, bis die Konsistenz gepasst hat. Nun das Icing auf mehrere Schälchen aufteilen und mit Pasten-Lebensmittelfarbe einfärben. Anschließend in Spritzbeutel oder Dosierflaschen geben. 


Nun kann es losgehen: 
Etwas Icing in ein Schälchen geben und anschließend alle Farben nacheinander im zickzack darüber geben. Danach mit einem Zahnstocher marmorieren. Nun einen Keks nehmen, in das Icing tunken, etwas abfließen lassen und zum trocknen legen. Für ein optimales Ergebnis sollte vor jedem Keks frisches Icing aufgespritzt und marmoriert werden. 
Zur besseren Überblick habe ich euch davon ein Video gemacht: 



Nun können die Kekse ein paar Stunden trocknen und danach am besten in einer Keksbox aufbewahren bis zum Vernaschen oder Verschenken. 

Ich hoffe, diese Anleitung hat dir gefallen vielleicht gibt es bei dir ja auch bald marmorierte Kekse. Ich wünsche schonmal ganz viel Spaß beim Nachbacken. 

Habt eine schöne Woche!
Dagi




Mittwoch, 1. Februar 2023

Rotweinkuchen mit Zwetschgenröster und Vanillecreme - soooo gut

Tadaaaaa, heute gibt es das erste Rezept 2023 für euch. Noch dazu ein hammermäßig leckeres, was gute Chancen hat, eines meiner Lieblingsrezepte zu werden: 

Saftiger Rotweinkuchen mit fruchtig-zimtigem Zwetschgenröster 
und einer Vanille-Patisseriecreme. 


Die Kombination Rotweinkuchen mit Zwetschgenröster entdeckte ich kürzlich im Internet. Ohne ein Rezept dafür zu haben, wollte ich das unbedingt ausprobieren und kreierte kurzerhand ein eigenes. Für die Vanillecreme probierte ich eine Patisseriecreme aus dem phantastischen Buch "Patisserie" von William Curley aus. Falls dir diese Creme zuviel Aufwand sein sollte, kannst du diese auch ganz einfach durch meine Vanillepuddingcreme ersetzen. Wenn du auf den Link klickst, kommst du zu meinen Apfelstrudel-Cupcakes mit Vanillepuddingcreme (auch extrem empfehlenswert) und die Menge der Vanillepuddingcreme passt perfekt auf eine 15cm große und hohe Torte wie hier.


Das Rezept für diese Torte verrate ich euch in diesem Blogbeitrag, eine Anleitung für die Dekoration gibt es jetzt aber leider nicht. Weil *Trommelwirbel* diese Torten-Dekoration ein neuer Backkurs von mir wird: Eine moderne Torte mit einer speziellen Transfer-Technik und Deko-Segel. Am 11.06.23 könnt ihr in München lernen, wie man diese Tortendekoration herstellt, in Wien wird es diesen Kurs ab Herbst 2023 geben. Der Kurs ist im Moment noch nicht online, aber jetzt schon buchbar (169€ für 7 Stunden Kurs inkl. allem). Wenn du buchen möchtest, Fragen zum Kurs hast oder dich für den Wiener Termin im Herbst schonmal unverbindlich vormerken lassen möchtest, schreib mir einfach eine kurze mail an home(at)mybackkurs.de. Alle Termine für meine Backkurse findest du hier mybackkurs.de (München oder Starnberger See) oder hier mybackkurs.at (Wien). 


Aber nun genug geplaudert, ihr wollt doch sicher gleich das Rezept. 

Ich backe/dekoriere meine Torten immer über 2-3 Tage, das ist mein Zeitplan:  


Saftiger Rotweinkuchen mit Zwetschgenröster 
und Vanillecreme 


Zeitplan:

Tag 1: Kuchen backen, Zwetschgenröster ansetzen

Tag 2: Zwetschgenröster andicken und auskühlen lassen, Creme anrühren, Torte füllen

Tag 3: Swiss Meringue anrühren, Torte einstreichen und fertigstellen



Für den Rotweinkuchen: 

190 g Butter, Raumtemperatur 

150 g Zucker

1 Prise Salz

3 Eier L, Raumtemperatur 

190 g Mehl

12 g  Backpulver 

15 g Backkakao

3/4 Teel. Zimt 

150 ml Rotwein 

65 g Schokoraspeln

 

Ofen auf 180 Grad Ober-und Unterhitze (Umluft 160 Grad) vorheizen. Zwei 15cm Backformen am Boden mit Backpapier auslegen und die Seiten buttern und mehlen. Weiche Butter, Zucker und Salz 5 Minuten aufschlagen. Dann ein Ei nach dem anderen für 20 Sekunden unterschlagen.

Mehl, Backpulver, Backkakao und Zimt mischen, die Hälfte auf den Teig sieben und unterheben. Wein unterrühren und die zweite Hälfte des Mehlgemisches unterrühren. Zum Schluss die Schokoraspeln kurz unterheben.

Teig auf die beiden Backformen aufteilen und im vorgeheizten Backofen für etwa 35-40 Minuten backen, bis beim Stäbchentest kein roher Teig mehr kleben bleibt. 

Auskühlen lassen und am besten erst am nächsten Tag schneiden. 

Für den Zwetschgenröster:

350 g Zwetschgen/Pflaumen (ca. 4 Pflaumen)

80 ml Rotwein

65 g brauner Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1/4 Teel. Zimt


1,5 Essl. Stärke


Ofen auf 200 Grad OberUnterhitze vorheizen. Zwetschgen waschen, entkernen und in kleine Stücke (am besten noch kleiner als auf meinem Foto) schneiden, dann in eine ofenfeste Form geben. Wein, Vanillezucker, Zucker und Zimt in einen kleinen Topf geben und unter Rühren langsam erhitzen, bis der Zucker gelöst ist. Über die Zwetschen gießen und 10 Minuten im Ofen garen. Auskühlen und dabei im Wein ziehen lassen, am besten über Nacht. 

Zwetschgen abseien, Stärke mit 1 Essl kaltem Weinsud verrühren, restlichen Weinsud kurz aufkochen lassen, angerührte Stärke und Zwetschgen dazugeben und andicken lassen. Auskühlen lassen. 


Hier kommt der erhitzte Wein zu den Pflaumen, gleich geht es in den Ofen. 

TIPP: Schneide die Zwetschgen etwas kleiner als auf dem Foto.  


Für die Vanillecreme: 

(aus dem Buch "Patisserie" von William Curley)


250 ml Milch

1/2 Vanilleschote

60 g Eigelb (ca. 3 Eier)

50 g Zucker

25 g Mehl 

200 g Butter, Raumtemperatur


Milch und Vanilleschote in einen mittelgroßen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Währendessen Eigelbe und Zucker hellgelb aufschlagen. Mehl dazugeben und alles mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Topf vom Herd nehmen, die Hälfte der heißen Milch (inkl. Vanilleschote) zur Eiercreme gießen und mit dem Schneebesen rühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Die Mischung durch ein feines Sieb zur restlichen Milch in den Topf gießen und gut unterrühren. Topf wieder auf den Herd stellen und unter rühren mit dem Schneebesen aufkochen lassen. Hitze reduzieren und unter Rühren 5-6 Minuten köcheln lassen. Creme in die Schüssel der Küchenmaschine umfüllen. Bei langsamer Stufe auf Raumtemperatur aufschlagen, bis die Creme Raumtemperatur hat, dabei mit einem Teigschaber immer wieder die Creme vom Rand lösen. Tipp: Wenn ein nasses Geschirrtuch um die Schüssel geschlungen wird, geht das Abkühlen schneller. 

Nun die Butter auf höchster Rührgeschwindigkeit stückchenweise einarbeiten. Sofort weiterverarbeiten. 



Zusammenbau: 

Die beiden Rotweinkuchen je 1-2x (ich hatte einen Boden einmal und einen Boden zweimal geschnitten) waagerecht durchschneiden. Die Vanillecreme in einen Spritzbeutel mit einer 1cm großen Lochtülle geben. Erst einen Ring aus Creme um den Boden herumspritzen, anschließend eine Spirale spritzen, mit ca. 1cm großen Lücken. In diese Spirallücke kommt nun der Zwetschgenröster. Den nächsten Boden auflegen und ebenso verfahren. 

Der oberste Kuchen sollte mit der Backunterseite nach oben aufgelegt werden, so erhält man eine geradere Kante. Mindestens 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. 



Für die Swiss Meringue-Buttercreme: 

120 g Eiweiß

120 g Zucker

8 g Vanillinzucker

150 g Butter 


Eiweiß, Zucker und Vanillezucker in einer hitzebeständigen Schüssel über einem leicht köchelnden Wasserbad unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen auf etwa 65 Grad erhitzen.
Die Schüssel vom Wasserbad nehmen und mit der Küchenmaschine zu einem lockeren Eischnee aufschlagen. Weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist. TIPP: Ein nasses Geschirrtuch außen um die Schüssel geben, dann kühlt die Masse schneller ab. 
Nach und nach die weiche Butter stückchenweise einarbeiten. Wenn die gesamte Butter eingearbeitet ist, weitere mindestens 3-5 Minuten schlagen. Durch die Zugabe der Butter fällt der Eischnee zuerst wieder etwas zusammen und nach einiger Zeit wird die Creme wieder fest und hat eine perfekte Konstistenz.
Die Torte rundherum mit einer dünnen Schicht Creme einstreichen und kühl stellen. Mit dieser 1. Schicht werden die Krümel gebunden. Nach ca 10-15 ist diese Schicht fest und es kann noch eine 2. Schicht aufgetragen werden. 

Anschließend wieder in den Kühlschrank stellen und nach Wahl dekorieren. 





Freitag, 6. Januar 2023

10 Jahre MyBackkurs - Rückblick 2011-2016

Vor ein paar Tagen habe ich euch in meinen Törtchen-Rückblick von 2017-2022 gezeigt und heute wird es Zeit für die gaaaaanz alten Sachen im Rückblick von 2011-2016. Seid ihr auch schon ganz gespannt? Dann lasst uns beginnen! 


2016

Wie auch im meinem letzten Blogbeitrag beginnt auch das Jahr 2016 mit meinem Geburtstag im März. In diesem Jahr habe ich unheimlich viele Sweet Tables gebacken, unter anderem für meinen Geburtstag. 

Ebenfalls im März absolvierte ich zwei Praktika in zwei Konditoreien in München. Da mich mittlerweile der Backvirus so richtig erwischt hatte, wollte ich wissen, ob ich nicht doch noch eine Ausbildung als Konditorin machen soll. Fazit: Nein, das ist nichts für mich. Spannend und interessant waren die Praktika trotzdem. 

Im Jahr 2016 machte ich mit dieser Himbeer-Schoko-Torte meinen allerersten Dripcake. Das Rezept dafür gibt es hier. Ich kann gar nicht mehr sagen, wieviele Dripcakes ich seitdem gebacken habe und wieviele Dripcake-Kurse ich gegeben habe - es waren unzählige. <3 

Im April 2016 wurde mein Neffe zwei Jahre alt und wünschte sich eine "Tatütata-Torte". 

2016 heirateten viele Freunde von uns und ich konnte mich öfters mit einem Sweet Table aufdrängen. <3 Bei dieser Hochzeit hatte das Brautpaar in Las Vegas geheiratet und bei München nachgefeiert - dafür gab es dieses Buffet. Mehr Bilder davon findet ihr hier. Hier konnte ich mich basteltechnisch ziemich austoben und selbst das Schild hinten mit Blinklichtern ist selbstgebastelt. 

Im September feierten mein Mann und ich immer unser Wiesn Opening mit vielen Freunden. Zu Spitzenzeiten hatten wir 40 Gäste in unsere damaligen 60qm Wohnung. Ab 2011 machte ich jedes Jahr einen Sweet Table und wir dekorierten die Wohnung komplett um. 2016 hieß das Thema "Alm Rausch". Ich würde dir dringend empfehlen, den Blogbeitrag dazu anzuschauten, wir hatten nämlich extra tapeziert und Strohballen in unserer Stadtwohnung verteilt. 

Nur einen Monat gab es die nächste Hochzeit von Freunden in München. Hier war alles in gold und schwarz. Einziger Wehmutstropfen: Meinem Mann ging es an dem Abend nicht so gut und wir haben die Hochzeit verlassen, bevor der Sweet Table eröffnet wurde. :( 

Ende des Jahres hatte meine Freundin Claudia ihren 30. Geburtstag und ich versuchte mich erstmals in einer Chalkboard-Torte. 

2015

Und schon wieder ist es März und ich hatte Geburtstag. 
2015 backte ich einen "Very berry Sweet Table" für meine Gäste. 

Hier gibt es noch eine Impression eines meiner Cupcake-Dekorations-Kurse. Superschöne Cupcakes, oder? 
Schade, dass die Nachfrage nach diesem Kurs mittlerweile nicht mehr da ist. 

2015 wurde mein Neffe Paul ein Jahr alt und da er noch keine eigenen Wünsche äußern konnte, entschied ich mich für eine Winnie Pooh Torte. Die erste von zahlreichen Pooh-Torten, die ich im Laufe der Jahre gebacken habe. Das Rezept, Anleitung und viele Fotos gibt es hier. 

Ebenfalls eine Bärentorte bekam der Sohn von Freunden von mir zum Geburtstag: Berni, das Maskottchen vom FC Bayern durfte es sich auf einer 3D-Fußball-Torte gemütlich machen. 

Diese Torte mit Zuckerstreuseln und Ruffles aus Blütenpaste gehört auch zu meinen Favoriten. 

Im September 2015 wurde wieder Wiesn Opening gefeiert, das diesjährige Motte war "Zirkus Zirkus". Unser Wohnzimmer wurde ein Zirkuszelt, der Flur war voll mit Heliumballons und mein passender Sweet Table konnte sich auch sehen lassen, oder? 

Um die Weihnachtszeit herum habe ich es backtechnisch nochmal richtig krachen lassen. Unter anderem habe ich das erste Lebkuchenhaus meines Lebens gebacken. Und da ein normales Haus ja langweilig ist, wollte ich eine viktorianische Lebkuchenvilla kreieren. Dieses Projekt ist dann etwas ausgeartet und hat sehr viele Stunden verschlungen, weshalb ich seitdem keine Lust verspüre, etwas derartiges bald nochmal zu backen. 

Diesen weihnachtlichen Hochzeits Sweet Table habe ich für ein Styled Shooting gebacken. Hier hatte die Lebkuchenvilla ihren großen Auftritt.

Das Jahr 2015 endete mit einem traumatischen Erlebnis. Für Weihnachten hatte ich den kleinen Pete Pingu gebacken. Ich kann euch dafür einen guten Tipp geben: Gebt euren Torten mit Gesicht keine Namen. Ich hatte mich so an den kleinen Kerl gewöhnt, dass ich unheimliche Schwierigkeiten hatte, ihn anzuschneiden. Am Schluss saß ich mit Messer am Tisch und weinte, während meine Schwester mich (zu Recht) auslachte und mein Mann derweil Fotos machte. Bitteschön, hier das Foto für euch: :D :D

2014

Im Jahr 2014 wurden meine Fondanttorten immer gerader, wie z.B. hier bei einer Hello Kitty Torte. Die Kitty ist selbstgebastelt aus Fondant.

2014 versuchte ich mich in immer höheren Torten, wie diese 3stöckige für die Taufe der kleinen Lina. Heutzutage würde ich das Format und die Deko wohl etwas anders angehen...

Kein Tortenfoto, aber dafür ein Foto von mir von einer 50er Jahre Hochzeit von Freunden. Ich liebe dieses Foto, was wir im Auto des Brautpaares gemacht hatten. 

Als eine Schulfreundin von mir heiratete, backte ich meine erste und bis heute auch letzte 4stöckige Torte. OMG, war ich nervös, ob alles hält. Erst als alle Etagen abgebaut und gegessen waren, konnte ich endlich durchatmen. Die Zuckerblumen sind alle selbstgemacht, fragt nicht, wie lange ich für diese ganze Torte gebraucht habe. Es waren sehr sehr sehr viele Stunden.  

Im Juni wurde meine Mama 60 Jahre alt und ich zauberte wieder eine 3stöckige Torte. Heute gefällt sie mir vom Design und den Kanten her nicht mehr so gut. 

Kurz vor der Wiesn durfte ich mit Jill Schirnhofer zusammen Lebkuchenherzen backen. Das Ganze war ein Dreh für den Youtube-Kanal von "Mädchenkram" der Zeitschrift Mädchen. Wenn du mehr von diesem Tag und das Video sehen möchtest, schau hier auf den Blogbeitrag. Jill ist übrigens Moderatorin, Buchautorin und in ihrer Heimat Holland ziemlich berühmt. <3 

September heißt auch gleichzeitig Wiesn Opening. 2014 hatten wir mit "Himmel der Bayern" erstmals ein Motto bei unserer Party. Hier kannst du alle Fotos dieses Sweet Tables sehen und wie wir unser Wohnzimmer zu einem Himmel umgebaut haben. 

Und dann war auch schon Weihnachten. 2014 war das einzige Jahr, in dem wir mit meiner Familie und meiner Schwiegerfamilie zusammen bei uns daheim feierten. Dazu gab es -wie soll es auch anders sein- einen weihnachtlichen Sweet Table. Die Rezepte für die Lebkuchen-Tiramisu, Bratapfel-Cupcakes, Orangen-Mohn-Torte und Lebkuchen findest du hier.


2013

Darf ich vorstellen: Das bin ich, bei meinem 2. Backkurs, den ich jemals gehalten habe, Anfang 2013. Wenige Wochen vorher hatte ich meinen 1. Cupcakes-Kurs und nun durfte ich bei Chrissie meinen 2. (und auch 3.) Backkurs abhalten. Vielen Dank nochmal für dein Vertrauen liebe Chrissie. Chrissie hat sich übrigens mittlerweile auch selbstständig gemacht und zwar als Weddingplannerin im Großraum München. Wenn du also Hilfe bei deiner Hochzeit benötigst, schau mal bei ihr vorbei.  

Die Ergebnisse vom Kurs bei Chrissie. <3

Für eine Freundin zum Geburtstag gab es diese Fondanttorte mit Zuckerspitze und Zuckerblumen. 

Mein Mann hat es nicht so sehr mit Süßem, aber wenn, dann liebt er Schokolade. Deshalb backte ich ihm zu seinem Geburtstag diesen "Schokoholiker-Sweet Table". 

Im Sommer 2013 durfte ich als Überraschungsgast Johannas Junggesellinnenabschied versüßen. Angekündigt war ich als Stripper und Johanna war ziemlich erleichtert, als ich anstatt des Strippers dann mit meiner Kitchenaid vor der Tür stand. Wir stehen immernoch in Kontakt und ich finde es so schön, dass sich über Kurse auch die eine oder andere Freundschaft entwickelt hat. 

2013 ist auch diese kleine 2stöckige Torte entstanden, ich glaube, das war zum Geburtstag meiner Mama.

Im Herbst 2013 mietete ich mich erstmals in eine Kochschule in München ein und schrieb meine 1. großen Kurse aus. Seit dem 1. Tag sind meine Kurse ausgebucht (mit gaaaanz wenigen Ausnahmen) und ich bin so glücklich, dass ich auch 10 Jahre später noch Backkurse geben kann. 

Die Ergebnisse meines allerersten Tortenkurses. Mein Fondant-Basic-Kurs hat sich seitdem ziemlich geändert, die Zuckerspitze gibt es nicht mehr, dafür marmorierten Fondant, Strukturmatten und insgesamt geradere Torten als damals. 

Ich war mmer auf der Suche nach neuen Kursthemen und so entstanden diese Vintage-Cupcakes mit Royal Icing-Schablonierungen, Zuckerspitze, Fondant, Blütenpaste, Strukturmatten und Zuckerblümchen. Diesen Kurs habe ich viele Jahre gehalten, bis er mittlerweile leider nicht mehr so gefragt ist. 

Wiesn Opening 2013. Man erkennt schon leicht ein Konzept, aber es ist noch nicht so ausgereift. 

2012

Im Januar 2012 gab es für meinen Papa zum Geburtstag eine Torte mit Zuckerblumen und Cricutcake-Deko. Die Füllung ist eine Himbeer-Mascarpone-Creme und das ist bis heute eine meiner allerbesten Füllungen überhaupt. Das Rezept findest du hier. 

Ebenfalls im Januar 2012 heirateten liebe Freunde von mit und das müsste die allererste Hochzeitstorte sein, die ich jemals gebacken habe. Mehr Fotos davon gibt es hier. 





Hach, da war ich noch jung(er)

Im September 2012 heiratete eine andere Schulkameradin von mir und da die Hochzeit auch gleichzeitig die Taufe ihres Sohns war, sollte es eine lustige Hochzeitstorte werden. 

Oktober 2012, ich bringe gerade eine Torte für eine Kollegin zum Abschied in den Mutterschutz. 

Dezember 2012 kreierte ich wieder einen weihnachtlichen Sweet Table mit Macaronsturm,

Dezember 2012: Mein allerallererster Kurs überhaupt bei 3 Mädels in München-Nymphenburg. Meine Güte, war ich nervös. Kann ich das überhaupt? Merken die gleich, dass ich eigentlich nix kann? Oh weia! 
Aber alle Bedenken waren unnötig, die Mädels hatten Spaß und die Cupcakes waren superlecker. Der Grundstein für mein Backkurs-Imperium war gelegt, harr harr harr. :D 

2011

2011 lasse ich aus Gründen der Spannung rückwärts ablaufen und wir fangen mit Dezember an. Die "schönste" Torte gibt es dann zum Schluss. 


In meinen Tortendekorations-Anfangsjahren experimentierte ich gerne mal mit Marzipan als Überzug. Marzipan schmeckt zwar den meisten Leuten besser als Fondant, aber dafür ist es etwas schwieriger in der Handhabung und ist auch nicht so glatt wie Fondant. 

So und nun kommen wir zu meiner hässlichsten ältesten überzogenen (Marzipan)-Torte überhaupt. 
Diese müsste ich im April 2011 gebacken haben. Reden wir lieber nicht weiter drüber. ;)
Die Schmetterlinge habe ich übrigens in stundenlanger Arbeit aus Royal Icing selbstgemacht. 


So, das war es nun, mein Rückblick der letzten 11 Torten-Jahre. Ihr seht, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und man lernt wirklich mit jeder Torte dazu. Das finde ich ja auch das Großartige an diesem Hobby: Man lernt mit jedem Versuch dazu und auch wenn wir wahrscheinlich alle schonmal Fondant an die Wand geworfen haben, weil das Zeug mal wieder nicht so will, wie man selbst. Am Ende hat man eine meistens superschöne und auf jeden Fall superleckere Torte. 
Vielen Dank fürs Lesen, ich hoffe, meine Rückblick hat dir gefallen. 

Dagi

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